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Ostkreis Ein langgehegter Wunsch geht in Erfüllung
Landkreis Ostkreis Ein langgehegter Wunsch geht in Erfüllung
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17:27 16.06.2013
Eine mobile, schnell auf- und abbaubare Trennwand (kleines Foto) soll dafür sorgen, dass Theatergruppen an der Stiftsschule in Ruhe proben können, während nebenan Sportler aktiv sind.Privatfotos
Amöneburg

Die „Krawalldemonstration“ hatte Schulleiter Hans-Georg Lang initiiert, denn so konnte er während der Einweihungsfeier der Trennwand zwischen Aula und Sporthalle den Gästen und Sponsoren die Notwendigkeit der Neuerung eindrucksvoll vorführen.

So demonstrierte die Stiftsschule eine bisher alltägliche Unterrichtssituation: Während im unteren Hallenbereich eine Klasse Volleyball spielt, wird im Aula-Bereich auf der Bühne eine Theaterszene einstudiert. Gleichzeitig begrüßt der Schulleiter seine Gäste, die in der Aula Platz genommen haben. Weder von seiner Begrüßung noch vom gesprochenen Text der Schauspieler ist aufgrund des Sportlerlärms viel zu hören und zu verstehen.

Was ein langjähriges Problem für Sportler und Theatergruppen war und nicht selten für Unmut sorgte, weil die Sportler kurz vor Theateraufführungen „ihre“ Halle komplett verlassen mussten, gehört nun dank einer mobilen Trennwand zwischen den beiden Funktionsbereichen der Geschichte an.

Die Lösung klingt einfach, harrte jedoch jahrelang der Umsetzung, da eine mobile Trennwand, die einerseits innerhalb weniger Minuten leicht zu öffnen und zu schließen sein muss, und andererseits die Vorgabe erfüllen muss, nahezu schalldicht zu sein, eine recht teure Angelegenheit darstellt.

Eine Summe im fünfstelligen Bereich war aufzubringen. Letztlich wurde dies durch unterschiedliche Geldgeber gestemmt: Einen großen Teil übernahm das Bistum Fulda als Schulträger, das bei den Einweihungsfeierlichkeiten durch seine neue Schulamtsleiterin Julia Metzger vertreten wurde. Ein weiterer Unterstützer war das Land Hessen - vertreten durch den Staatsminister der Finanzen, Dr. Thomas Schäfer. Ein größeres heimisches Unternehmen schloss am Schluss eine noch bestehende Finanzierungslücke.

Die Eltern brachten sich mit verschiedenen Aktionen sowie über den Förderverein in die Finanzierung ein. Dr. Ortwin Schuchhardt kündigte für die Elternschaft an, dass solche spontanen „Hauruck-Aktionen“ auch in Zukunft geplant seien.

Dr. Stefan Heck erinnerte sich als Vorsitzender des Ehemaligenvereins Amoeneburgia an seine eigene Schulzeit und stellte fest, dass das Problem zwischen Theaterspiel und Sport damals noch nicht so aufgetreten sei. Er berichtete von seiner kurzen eigenen schauspielerischen Karriere an der Stiftsschule und orakelte darüber, in welchem Zusammenhang sein Auftritt damals mit dem erst später wachsenden Theaterbetrieb stehen könnte.

Gabriele Guldin lobte für den Förderverein die Verzahnung und Zusammenarbeit verschiedener Institutionen und Gruppen bei der Realisierung des Projekts und drückte den Wunsch und die Hoffnung aus, auch an anderer Stelle in der Zukunft diesem Beispiel zu folgen.

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