Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Ein kurzer Augenblick des Versagens
Landkreis Ostkreis Ein kurzer Augenblick des Versagens
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:11 23.04.2010
Im Juli des vergangenen Jahres kam es zu einem tödlichen Unfall bei Emsdorf. Der Verursacher stand nun vor Gericht.

Emsdorf. Auf der Straße am Sportheim des SV Emsdorf sind 60 Stundenkilometer inzwischen die maximal erlaubte Geschwindigkeit. Anfang Juli des vergangenen Jahres waren es noch 80 Stundenkilometer. Erst nach einem tödlichen Unfall am Nachmittag des 2. Juli änderte die Stadt Kirchhain die Geschwindigkeitsbegrenzung.

Ein 32 Jahre alter Emsdorfer hatte damals einen 26 Jahre alten Motorradfahrer aus Wohratal übersehen und ihm, beim Abbiegen zum Sportheim, die Vorfahrt genommen. Der Motorradfahrer fuhr ungebremst in das Auto und erlitt bei der Kollision tödliche Verletzungen.

Am Freitag musste sich der Emsdorfer vor Gericht verantworten. Zu keinem Zeitpunkt machte er einen Hehl daraus, an dem Unfall die Schuld zu tragen. „Ich habe kein Fahrzeug gesehen“, sagte der Mann, der sich in seinen Schlussworten bei den als Nebenklägern aufgetretenen Eltern des Opfers entschuldigte.

„Wir kamen von Burgholz und fuhren in das Waldstück. Plötzlich sah ich, wie ein Auto quer auf der Straße stand – es war, als wenn es vorher verdeckt gewesen wäre“, berichtete ein 23-jähriger Wohrataler, der mit dem Opfer auf einer kleinen Motorradtour unterwegs war. Der Kfz-Mechaniker konnte seine Maschine abbremsen, sein Freund schaffte es nicht. Er gab an, der 26-Jährige sei immer etwas schneller gefahren als er. Der Mann schätzte die Geschwindigkeit, die sie kurz vor dem Unfall gefahren seien, auf rund 100 bis 110 Stundenkilometer ein. Ob das Opfer noch gebremst habe, wollte der Verteidiger des Emsdorfers wissen. „Es ging so schnell, ich kann es nicht mehr sagen. Wahrgenommen habe ich nichts. Ich sah keine Bremslichter“, erhielt er als Antwort.

von Florian Lerchbacher

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

Bisher stand der im Normalbetrieb kaum genutzte Bahnsteig 2 auf dem Stadtallendorfer Bahnhof bei allen Sanierungsarbeiten im Schatten. Das will die Bahn jetzt kurzfristig ändern. Innerhalb weniger Wochen wird auch diese kaum genutzte Anlage für 400.000 Euro von der Bahn saniert.

21.04.2010

Nach einer Bombendrohung durchsuchte die Polizei mit einem Sprengstoffsuchhund die Gesamtschule in Neustadt.

21.04.2010

Sechs volle Ordner mit Unterlagen zum Planungsabschnitt der A 49 zwischen Stadtallendorf und Gemünden (Felda) liegen bis zum 18. Mai zur Einsicht aus.

20.04.2010