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Ein himmlisches Dorfgemeinschaftshaus

Dorferneuerung Ein himmlisches Dorfgemeinschaftshaus

Das Dorfgemeinschaftshaus war das letzte und das größte Projekt der Dorferneuerung und wurde entsprechend gefeiert: Etwa die Hälfte der Himmelsberger kam zur Wiedereinweihung.

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Rund 100 Himmelsberger feierten die Wiedereinweihung ihres runderneuerten Dorfgemeinschaftshauses.Fotos: Klaus Böttcher

Himmelsberg. Gut gelaunt feierten rund 100 Himmelsberger die Einweihung des in neuem Glanz erstrahlenden Dorfgemeinschaftshauses (DGH). Ein bisschen feierten sie aber auch sich selbst, denn viele Bürger hatten sich an den Arbeiten beteiligt. Insgesamt steckten sie während der Dorferneuerung rund 6500 Stunden an Eigenleistungen in ihre Heimat, alleine 3000 Stunden davon entfielen auf das DGH.

Pater Josua segnete das sanierte Gebäude nach einer kurzen Andacht. Mit Musik und Gesang begleitete „Cantate Deo“ - eine Gruppe, die sonst in der Elisabeth-Kirche in Kirchhain zu hören ist - die Einweihung.

„Himmelsberg hat gewonnen“, verkündete Bürgermeister Jochen Kirchner und beglückwünschte die Himmelsberger zu der gelungenen Dorferneuerung und ihrem neuen DGH. Er lobte den enormen Einsatz der Bürger und freute sich, dass die Arbeiten unfallfrei vonstatten gegangen waren.

Voller Lob für die Himmelsberger war auch Dr. Helmut Otto, der Leiter des Fachbereichs ländlicher Raum des Landkreises: „Was sie geschaffen haben, hat mich sehr beeindruckt.“

Ortsvorsteherin Lioba Fabian ließ die gesamte Dorferneuerung in einem Gedicht Revue passieren. Auch sie stellte die großartige Leistung ihrer Mitbürger heraus und erklärte, es habe nicht ein Projekt gegeben, bei dem es nicht genügend zupackende Hände gegeben habe. Voller Stolz verkündete sie: „Das DGH beutet für uns Bretter der Welt.“

Durch einen Anbau haben die Himmelsberger die Zahl der Sitzplätze von 60 auf 80 erhöht - ein kleiner Raum für etwa 20 Bürger lässt sich auch abteilen. Doch es hatte viel mehr zu tun gegeben: „Es waren nur noch rohe Mauern“, erinnert sich Frank Werner vom Förderverein Dorfgemeinschaftshaus, der das neue Haus in Eigenregie bewirtschaftet, an den ursprünglichen Zustand. Alle Kabel seien erneuert worden, und der Dachstuhl wurde so gedreht, dass eine Fotovoltaikanlage sinnvoll montiert werden konnte.

Innen erneuerten die Himmelsberger die sanitären Anlagen und passten die Küche an die Erfordernisse des aktuellen Nutzungskonzeptes an. Die Ortsvorsteherin hat ein Büro im Haus. Zudem gibt es eine große Freiterrasse, wodurch gerade im Sommer die Attraktivität gestiegen ist. Tische und Stühle sind neu, zudem wurde das Gebäude energetisch saniert: Die Außendämmung ist ebenso neu wie die dreifachverglasten Fenster.

Insgesamt kostete die Sanierung 400000 Euro - darin enthalten sind aber auch die neue Heizung und die Fotovoltaik-anlage.

Der Förderverein DGH hatte sich im vergangenen Jahr gegründet und zählt derzeit 43 Mitglieder. „Für die Stadt war es wichtig, dass ein Gemeinschaftshaus da ist, aber möglichst nicht auf Kosten der Stadt“, sagt Vorsitzender Frank Werner, betont aber, dass die Stadt dem Verein sehr entgegengekommen sei. Interessierte können das Haus für 90 Euro pro Tag plus Nebenkosten mieten. Der Verein wünscht sich, dass von diesem günstigen Angebot viele Bürger - auch von außerhalb - Gebrauch machen.

Der Förderverein will zudem Veranstaltungen anbieten. So soll sich eine Gymnastikgruppe gründen. Zudem ist angedacht, Spielabende und ähnliches zu veranstalten.

Kontakt zum Förderverein: Telefon 06422/898788, E-Mail info@dgh-himmelsberg.de

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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