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14:19 17.04.2012
Auf der neu gestalteten Homepage dürfen generelle Informationen über die Geschichte der Stadt Amöneburg natürlich nicht fehlen – es gibt sie sogar auf Englisch.Screenshot: Florian Lerchbacher
Amöneburg

Michael Richter-Plettenberg gerät ins Schwärmen, wenn er über die neue, von Profis gestaltete Homepage der Stadt Amöneburg spricht. Viele Jahre hatte der Bürgermeister das Vorgängermodell bestückt und gepflegt. Durch ein sogenanntes Content-Management-System können die Mitarbeiter der Stadt nun jedoch in einfachen Arbeitsschritten ebenfalls Texte online stellen und so dafür sorgen, dass die Homepage möglichst aktuell ist. „Sie wird umfangreicher. Gleichzeitig verteilen wir die Last auf verschiedene Schultern“, betont Richter-Plettenberg, der parallel die Facebook-Seite der Stadt pflegt: „Ich hoffe, wir können sie als Forum nutzen. Bürger können Anregungen geben, Kritik üben oder diskutieren.“ Einen solchen Gedankenaustausch habe es während der vergangenen Bürgermeisterwahl auf der Seite „Wer kennt Wen?“ gegeben, nun habe sich das Nutzerinteresse jedoch zu Facebook verschoben.

Das neue Design der Homepage der Stadt lässt den Bürgermeister derweil auf einen Anstieg der Nutzerzahlen hoffen. Besonders die Barrierefreiheit ist ihm wichtig, das heißt, die Seite wird automatisch an den genutzten Browser angepasst oder ist für Sehbehinderte in unterschiedlichen Skalierungen betrachtbar.

Hinzu kommen einige weitere nutzerfreundliche Neuerungen: Beim interaktiven Veranstaltungskalender haben Verein und Gruppen die Möglichkeit, Termine einzustellen und die Ankündigung zum Beispiel mit einem Link oder einem Foto zu gestalten. „Ich kann nur hoffen, dass möglichst viele Vereine das Angebot nutzen“, hofft Richter-Plettenberg auf möglichst große Vielfältigkeit und hohe Aktualität. Neu ist ebenso das „Kommunale Immobilienportal“, das allerdings noch nicht vollständig ausgefüllt ist.

Als weiteren Service will die Stadt den Müllkalender online stellen und interaktiv gestalten, sodass Bürger ihn leicht runterladen und sich - je nach Einstellung - an Termine elektronisch erinnern lassen können.

Noch im Aufbau befindet sich ein „Ratsinformationssystem“ (das derzeit noch durch ein Passwort geschützt und nur einem eingeschränkten Nutzerkreis zugänglich ist) - sprich: ein Überblick über die Protokolle der Sitzungen. Bisher standen diese zwar auch online zur Verfügung, allerdings nur als Download. Durch das neue System soll es möglich werden, direkt auf der Homepage in den Schriftstücken zu recherchieren. „Das ist zeitgemäß“, kommentiert der Bürgermeister.

Allerdings sind die alten Dokumente derzeit nicht mehr einsehbar, es erscheint lediglich eine Fehlermeldung und der Nutzer wird auf die Homepage weitergeleitet. Auf Nachfrage teilte Richter-Plettenberg mit, der werde die Thematik mit der EDV-Abteilung besprechen. Danach sollten ausgewählte Dokumente wieder eingestellt werden.

Rund 5000 Euro hat die Stadt in die neue Homepage investiert - auf den ersten und den zweiten Blick scheint sich dies gelohnt zu haben.

Die Seite steht unter www. amoeneburg.de, Ansprechpartner ist Marius Tatzel, E-Mail M.Tatzel@amoeneburg.de

von Florian Lerchbacher

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