Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Ein etwas anderes Abendmahl

Stadtallendorf Ein etwas anderes Abendmahl

Mit „Feier(t) Abendmahl“ griffen evangelische Christen eine Idee auf, die bereits beim evangelischen Kirchentag des Jahres 1979 in Nürnberg entstanden war.

Voriger Artikel
Die Ersten sind nun die Letzten
Nächster Artikel
Motoren sollen im Dezember laufen

Johanna Brachthäuser umrahmte mit ihrem Gesang das „Abendmahl, das richtig satt macht“.

Quelle: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Es war schon etwas außergewöhnlich und für viele Außenstehende auch etwas gewöhnungsbedürftig, als sich am Donnerstagabend der hintere Bereich unterhalb der Empore der evangelischen Stadtkirche in ein kleines Bistro verwandelte. Rund 30 Gläubige und Gäste saßen an einer reich gedeckten Tafel und verzehrten ein Abendessen, zu dem sie alle etwas beigetragen hatten.

Das „Abendmahl, das auch satt macht“, hatte die Kirchengemeinde nach dem Vorbild vieler anderer evangelischer Gemeinden entwickelt, da sie nicht mehr starr und steif und mit zumeist ernster Miene am Altar stehen wollten, sondern lieber in fröhlicher Gemeinschaft das Abendmahl feiern. Dabei waren die Gemeindemitglieder aufgefordert, bereits vor dem eigentlichen Abendmahlgottesdienst Speisen und Getränke von zu Hause mitzubringen, gemeinsam den Tisch zu decken und am Ende alles Mitgebrachte miteinander zu teilen.

Vorher hatte Pfarrer Thomas Peters die Gäste auf das Kommende eingestimmt und ein Dankgebet gesprochen. Es sollte ein Abendmahl sein, das den Anwesenden eingebettet in den Abendmahlgottesdienst beim Essen und Trinken auch viele Kommunikationsmöglichkeiten bot – und wirklich satt machte. Ganz einfach die Seele baumeln lassen und den Feierabend in der Gemeinschaft mit Gott genießen, stand im Vordergrund der Überlegungen. Dabei wurde allerdings anstelle von Wein, auch im Hinblick auf die Kinder, nur Traubensaft gereicht.

Gleichzeitig konnten die Gäste an einem Tisch in christliche Büchern, Bibeln, Erzählungen, Lebenshilfen und vielem anderem mehr stöbern. Die musikalische Umrahmung gestalteten drei Studenten aus Gießen: Nicolai Franz an der Gitarre, Jana Franz an der Bratsche und Solosängerin Johanna Brachthäuser.

Bereits jetzt lädt die Gemeinde ab Mittwoch dem 26. Oktober zu einer sechsteiligen Veranstaltungsreihe ein, bei welcher die Gläubigen zusammen mit Pfarrer Thomas Peters zu den Grundfragen des christlichen Glaubens ins Gespräch kommen wollen.

Das große Abendmahl am Donnerstag war Teil einer Begegnungswoche, die unter dem Thema „Hoffnung leben …“ steht. Mit ihr wollten die evangelischen Christen an ihre großen Erfolge beim Hessentag 2010 anknüpfen.

von Alfons Wieber

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr