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Ein erfolgreicher Netzwerker, den die Frauen lieben

Verdienstmedaille Ein erfolgreicher Netzwerker, den die Frauen lieben

Seit 1965 engagiert sich der Roßdorfer Alfred Schick für seinen Heimatort, vor allem für den Rasensportverein (RSV). Jetzt wurde er mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik ausgezeichnet.

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Robert Fischbach (von links), Alfred Schick und Dr. Thomas Schäfer.

Quelle: Manfred Schubert

Roßdorf. „Nein, jetzt ist erst mal Training“ antwortete Alfred Schick, als Landrat Robert Fischbach am Ende der Feierstunde in der Kreisverwaltung meinte, nun würden alle bestimmt ins Sportheim fahren und feiern. Das passte zum Bild: Schick war es sichtlich unangenehm, dass so viel Aufhebens um seine Person gemacht wurde.

Beeindruckt zeigte sich Fischbach davon, dass der 61-Jährige, der bis heute in seinem Beruf als Fliesenleger arbeitet, bereits seit 1965 Platzwart des RSV ist. Dabei blieb es nicht: Von 1968 bis 1990 war er Jugendleiter und -betreuer und fährt auch heute noch Jugendliche zu ihren Auswärtsspielen. Von 1990 bis 1998 war er stellvertretender Vorsitzender, seit 1998 ist er Vorsitzender. Außerdem ist Schick seit über 20 Jahren für das Sportheim zuständig, also für Instandhaltung und Pflege, Einteilung von Dienstplänen und Organisation des Spielbetriebs. Daneben ist er Mitglied weiterer Ortsvereine und setzt sich für die Vereinsgemeinschaft ein.

Von 1991 bis 2006 war er Ortsbeiratsmitglied, seit 2006 ist er Stadtverordneter und Mitglied des Bauausschusses in Amöneburg. Er gilt zudem als „Motor“ der Städtepartnerschaft mit der italienischen Gemeinde Tuoro sul Trasimeno. Nicht nur beim RSV greift Schick zum Werkzeug, wenn etwas gebaut oder repariert werden muss. Es gelang ihm in den 70er Jahren, viele Helfer für den Bau der Mehrzweckhalle zu gewinnen und diese größtenteils in Eigenleistung zu errichten. Seit drei Jahren wird dieses wiederum überwiegend in Eigenleistung von Schick und seinen Helfern saniert. Dr. Thomas Schäfer, Staatssekretär im Hessischen Finanzministerium, händigte den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland in der Ordensstufe „Verdienstmedaille“ an Schick aus.

„Vieles würde es ohne Schick nicht geben. Der unermüdliche Einsatz, den er tagein, tagaus leistet, ist von einer beeindruckenden Intensität und umfasst sicher oft mehr Arbeitsstunden, als ein Angestellter im öffentlichen Dienst normalerweise zu erbringen hat“, unterstrich Schäfer. Schicks großartiges ehrenamtliches Engagement sei für die ganze Stadt Amöneburg von Bedeutung. Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg sagte, Schick sei nicht nur sehr fleißig und beim RSV „Mädchen für alles“, sondern er habe auch innovative Ideen. „Er ist ruhig, sachlich, aber dennoch beharrlich und ein Netzwerker und sehr erfolgreich damit“, beschrieb Richter-Plettenberg den Geehrten, der besonders auf dem Gebiet des Frauenfußballs Großartiges für die Region geleistet habe: „Wenn es nicht falsch verstanden wird, würde ich sagen: Die Frauen lieben Dich.“

von Manfred Schubert

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