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Ein bisschen Wehmut schwingt mit

Bücherei Ein bisschen Wehmut schwingt mit

Vor wenigen Wochen erfolgte der Spatenstich des Kindergartens, in den die neue Bücherei integriert werden soll. Ziel ist, dass wieder mehr Neustädter die Einrichtung nutzen.

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Bibliothekarin Monika Braun und Manfred Fach durchstöbern ein Buch.

Quelle: Sarah Thiedemann

Neustadt. Seit 1980 arbeitet Monika Braun im ehemaligen „Bullenstall“. Sie ist die einzige Mitarbeiterin von Neustadts Bibliothek, die noch in der Hindenburgstraße angesiedelt ist. Schon bald soll dies anders werden, denn mit dem Neubau des Kindergartens entsteht auch eine neue Bibliothek.

„Die jetzige Bücherei ist in die Jahre gekommen und weist erhebliche bauliche Mängel auf“, sagt Bürgermeister Thomas Groll. 200.000 Euro würde die Sanierung kosten – für den gleichen Betrag lässt sich die Bücherei aber auch in den neuen Kindergarten integrieren. Sie soll weitaus moderner werden und wieder mehr Gäste anlocken. Rund 400 Neustädter besitzen derzeit laut Braun eine Karte, die sie zum Ausleihen von Büchern berechtigt. Groll indes hält diese Zahl für zu hoch gegriffen, glaubt aber, dass sich die Stadt Neustadt durch eine Verbesserung des Angebots und der Räumlichkeiten diesem Wert nähern kann.

Braun schätzt an dem Gebäude in der Hindenburgstraße vor allem die gemütlichen, kleinen Räume. Ein bisschen Wehmut schwingt mit, wenn sie über den Umzug spricht, der im kommenden Jahr ansteht, dennoch freut sie sich darauf: „Die Räume werden hell und freundlich.“ Außerdem sei es eine Erleichterung, wenn sie nicht mehr jedes ausgeliehene Buch auf einem Zettel eintragen müsse, sondern mithilfe eines Scanners ausbuchen könne.

Doch nicht nur die Einrichtung, sondern auch die Ausstattung soll verbessert werden: Qualität gehe vor Quantität, betont Groll, daher werde eine Mediathek eingerichtet, die Filme, Disketten und Hörbücher enthalten soll. Und auch die Menge der Bücher wolle die Stadt reduzieren. „Wir wollen aber versuchen, alle Interessengruppen anzusprechen und ihnen etwas zu bieten. Das Angebot soll vom Kochbuch über Romane bis zum Jugendbuch alles umfassen.“

Durch die Möglichkeiten, die der Neubau bietet, wollen die Neustädter auch weitere kulturelle Möglichkeiten erschließen und zum Beispiel Lesungen – auch von Autoren –, den Tag des Buches oder Bücherflohmärkte organisieren.

von Sarah Thiedemann

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