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Ein besonderer Tag für Ehrenbürger Heinrich Röder

Ehrentag Ein besonderer Tag für Ehrenbürger Heinrich Röder

Selbst bei seinem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Kirchhain verliert Altbürgermeister und Ehrenbürger Heinrich Röder das Wohl seiner Heimat nicht aus den Augen.

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Unter den Augen von Bürgermeister Jochen Kirchner trug sich Heinrich Röder ins Goldene Buch der Stadt ein.Foto: Waldhüter

Kirchhain. Im Sitzungszimmer des Rathauses herrscht hektische Betriebsamkeit. Sektgläser werden gefüllt, Hände geschüttelt. Im Mittelpunkt steht Altbürgermeister Heinrich Röder, der im Kreis seiner Familie die vielen Glückwünsche zu seinem 85. Geburtstag mit einem Lächeln entgegennimmt und für jeden Gratulanten ein persönliches Wort findet.

Mit einem Empfang und dem Eintrag ins Goldene Buch würdigt die Stadt Kirchhain die langjährige Arbeit des Ehrenbürgers und Altbürgermeisters Heinrich Röder für seine Heimatstadt. „Der Jubilar hat sich in seiner beruflichen Laufbahn über einen Zeitraum von mehr als 51 Jahren als Mitarbeiter der Stadt, als büroleitender Beamter und zuletzt als hauptamtlicher Bürgermeister große Verdienste um die Stadt Kirchhain erworben“, betont Bürgermeister Hochen Kirchner und blickt auf das Leben Röders zurück.

Am 1. April 1941 hatte Heinrich Röder im Alter von 13 Jahren als Lehrling seinen Dienst in der Verwaltung angetreten. Weitere Lehrgänge brachten ihn letztlich als Oberamtsrat in die Position des büroleitenden Beamten.

Am 15. Juli 1978 trat er sein Amt als Bürgermeister von Kirchhain an. „Mit den Wiederwahlen im Jahr 1984 und 1990 fand seine Arbeit gebührende Anerkennung“, sagte Kirchner.

Stadtverordnetenvorsteher Willibald Preis würdigte das vielfältige Engagement und den Einsatz Röders in zahlreichen Vereinen. In seiner mit humorvollen Anekdoten gespickten Rede, skizzierte er Röder als einen Menschen, der sich noch heute in vielfältiger Weise für das Wohl seiner Heimatstadt einsetzt und „von dem man sich eine Scheibe abschneiden kann“.

Als wichtigste Projekt der Amtszeit Röders zählte Kindergärten, Bürgerhäuser, Fußgängerzone, Südumgehung und die Aufnahme in das Städteförderprogramm auf. Wichtig sei ihm auch immer die Verbandsarbeit gewesen: Röder war in zehn Verbänden im Vorstand tätig oder arbeitete in Verbandsversammlungen mit. Die Kirche und die Mitarbeit in kirchlichen Gremien sei stets eine Herzensangelegenheit des Jubilars gewesen, der erst kürzlich die Elisabeth-Medaille der evangelischen Kirche, die höchste Auszeichnung für einen Laien, verliehen bekam.

„Ganz gewiss hat er seinen Beruf geliebt. Er war mit Leib und Seele Bürgermeister. Seine Politik mit Augenmaß und Sachverstand war erfolgreich“, würdigte Preis. Höchste Wertschätzung wurde Röder mit der Verleihung der Ehrenbürgerrechte im Juni 1982 ausgedrückt.

In seinem Eintrag ins Goldene Buch wünschte der Altbürgermeister allen Kirchhainer eine glückliche Zukunft. Zwar sind die Lebensjahre auch an Heinrich Röder nicht spurlos vorüber gegangen, doch als der Altbürgermeister an das Rednerpult tritt und seiner Familie dafür dankt, dass diese ihm immer den Rücken frei gehalten habe, ist seine Stimme so kraftvoll wie eh und je. „Ich bin dankbar, dass viel auf fruchtbaren Boden gefallen ist“, sagte er am Ende - und erhielt stehende Ovationen.

von Karin Waldhüter

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