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Ostkreis Ein Weihnachtsmarkt für die Familie
Landkreis Ostkreis Ein Weihnachtsmarkt für die Familie
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19:41 09.11.2010
Bürgermeister Jochen Kirchner (von links), Martin Römer, Birgit Gruß, Harald Mittler und Jürgen Rößler stellten gestern das Plakat für den 4. Kirchhainer Weihnachtsmarkt vor. Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) würdigte am Dienstag bei der Programmvorstellung die Anstrengungen beider Organisationen, die eine Ausweitung des Marktgeländes vom Marktplatz durch die ganze Fußgängerzone ermöglichen.

Wie Hannelore Wachtel mitteilte, beteiligt sich der Verkehrsverein erstmals am Weihnachtsmarkt. Am Samstag, 27. November, gebe es in der Fußgängerzone von 10 bis 19 Uhr einen Krammarkt mit 20 Ausstellern. Der Einzelhandel bringe sich bei bis 19 Uhr verlängerten Öffnungszeiten mit Aktionen ein. Unter anderem gebe es um 17 Uhr eine Anwesenheitsverlosung am Rathaus, bei der ein Fernseher, eine Waschmaschine sowie rund 20 Gutscheinsträuße im Wert von je 100 Euro zu gewinnen seien.

Die Kolpingfamilie gestaltet einen Krippenweg. Wie deren Vorsitzende Birgit Gruß berichtete, werden in den Schaufenstern zwischen St. Elisabeth-Kirche und Marktplatz in 30 Schaufenstern unterschiedliche Krippen zu sehen sein.

Der kirchliche und soziale Bezug des ganz auf Familien ausgerichteten Marktes wird besonders auf dem Marktplatz deutlich, wo es weihnachtliche Livemusik, eine lebende Krippe, zahlreiche Wohltätigkeitsaktionen und 20 weihnachtstypische Marktstände geben wird. Der Markt ist hier nicht nur am Samstag, sondern auch am Freitag von 14 bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Am Samstag und Sonntag findet zudem der 36. Kirchhainer Kunstmarkt im Bürgerhaus statt.

Am Samstag setzt die Stadt Shuttle-Busse ein. Die für die Nutzer kostenlosen Busse verkehren von 10 Uhr bis 21.30 Uhr im Zwei-Stundentakt zwischen den Stadtteilen und der Kernstadt. Allein Großseelheim, wo am gleichem Tag ein großer Adventsmarkt stattfindet, wird von den Pendelbussen nicht angefahren, was im Ort und beim Ortsbeirat für große Aufregung sorgte. „Im vergangenen Jahr hat der Pendelverkehr nach Kirchhain noch super geklappt“, klagte Großseelheims Ortsvorsteher Helmut Hofmann gegenüber dieser Zeitung. Er sprach von einer Ausgrenzung des Marktes durch den Magistrat und warf diesem vor, Großseelheimer Kooperationsbereitschaft ignoriert zu haben.

Diese Vorwürfe wies Jochen Kirchner am Dienstag entschieden zurück. Der Bus habe im vergangenen Jahr an der Haltestelle am Landhandel nicht wenden können, weil die Fläche durch parkende Autos blockiert worden sei. Er habe rückwärts in den fließenden Verkehr wenden müssen, was nicht statthaft sei. Deshalb fahre der Bus in diesem Jahr nicht, sagte Kirchner, der zudem erklärte, dass von Großseelheimer Seite auf Gesprächsangebote der Stadt über Kooperation und Kordination nicht eingegangen worden sei.

Dem wiederum widersprach Helmut Hofmann gegenüber dieser Zeitung. Ein solches, sehr ausführliches Gespräch habe eine Großseelheimer Delegation im Mai im Rathaus mit dem Ersten Stadtrat Detlev Schmidt und dem Marktleiter Jürgen Rößler geführt. Wochen später habe die Stadt schriftlich wissen lassen, dass das Kooperationsvorhaben nicht länger verfolgt werde.

Hofmann bedauerte zudem, dass der Magistrat das Problem gegenüber den Marktorganisatoren nicht rechtzeitig thematisiert habe. „Es wäre leicht zu lösen gewesen, wenn der Sonderbus von Schönbach kommend der Route des täglichen Linienbusses über den südöstlichen Ortsausgang folgen würde.“

von Matthias Mayer