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Ein Vater sieht plötzlich rot

Kolpingtheater Ein Vater sieht plötzlich rot

Mit der gelungenen Komödie "Frühreif" von Andreas Kessner setzte die Kolpingfamilie Stadtallendorf in der Stadthalle die Reihe ihrer erfolgreichen Aufführungen fort.

Stadtallendorf. Diejenigen, die am Samstagabend für einige Stunden gute Unterhaltung gesucht hatten, wurden an diesem Abend nicht enttäuscht. Und diejenigen, die einfach mal so richtig herzhaft lachen wollten, kamen ebenfalls auf ihre Kosten. Mit diesem Stück dürften die Absichten der Kolpingfamilie wieder einmal erfüllt worden sein, nämlich mit lustigen Stücken die Leute zum Lachen zu bringen.

Rund 500 Besucher erlebten glänzend aufgelegte Laiendarsteller der Kolpingfamilie Stadtallendorf, die zum 19. Mal ein Theaterstück mit viel Stadtallendorfer Lokalkolorit und Witz auf der Bühne präsentierten. Kolping-Vorsitzender und Theaterurgestein Alfred Fink stand bei allen bisherigen Produktionen auf der Bühne. Als Vater einer dreizehnjährigen Tochter muss er in dem Stück „Frühreif“ erfahren, was es bedeutet, wenn die eigene Tochter flügge wird.

Nach dem Lesen einer Zeitungsnachricht, in der ein dreizehnjähriges Mädchen ein Kind zur Welt gebracht hat, stehen für Vater Georg (Alfred Fink) plötzlich alle Vorzeichen auf rot. Seine Gedanken überschlagen sich und er sieht Tochter Sonja (Katharina Feike) bereits schwanger und von ihrem Freund verlassen vor sich. Besorgt beschließt der Vater, seiner Tochter nachzuspionieren. Aus Georg Mühlbach wird Peter, Althippie und der Bruder von Mutter Gisela. Gisela, herrlich dargestellt von Eugenia Weitzel, hat also plötzlich ihren Mann zum Bruder.

Zusätzlich Fahrt nimmt die Geschichte durch die vorlaute und neugierige Nachbarin Irene Schick (Susanne Görge) auf, die mit zweideutigen Fotos Georgs Verdacht noch untermauert. Überzeugt von der Genialität seines Plans folgt der verkleidete Georg seiner Tochter voller Tatendrang. Zu dumm nur, dass Nachbar und Freund Ulf Klein (Karl-Heinz Schröder) die Maskerade durchschaut und ihn bei seiner Tochter verpetzt. Als dann auch noch Manuel (Mario Huhn), der Freund von Sonja, und Lilo Klein (Simone Weitzel), die Frau von Ulf, in die Geschichte eingreifen, nimmt das Versteckspiel seinen Lauf.

Gelungenes Debüt für zwei Darstellerinnen

Wer am Schluss wen an der Nase herumgeführt hat, zeigt das witzige, turbulente und überraschende Ende. Ein gelungenes Debüt feierten an diesem Abend Katharina Feike und Simone Weitzel, die zum ersten Mal auf der Kolpingbühne standen.

Eine besondere Herausforderung an die Darsteller stellte die extreme Vielzahl von Einsätzen dar, die alle sieben Darsteller herausragend meisterten, so dass die beiden Souffleusen Brigitte Görge und Neuling Dieter Weitzel nur wenig gefordert waren. Die aufwendigste Rolle hatte dabei Alfred Fink inne, der fast ohne Unterbrechung auf der Bühne stand und eindrucksvoll belegte, dass auch Väter mit ihren Töchtern pubertieren können.

Seit Mitte September hatten sich die Akteure auf den Abend vorbereitet. Das Publikum honorierte die glänzenden Leistungen der Darsteller mit Szenenapplaus und einem langen Schlussapplaus.

Ingeburg Reuter und Sabine Schicha sorgten für die gelungenen Masken und Frisuren und Volker Müller, unterstützt von Eugenia Weitzel, für die passenden Dekorationen.

von Karin Waldhüter

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