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Ein Tritt, fünf Monate Haft, und das dicke Ende kommt noch

Aus dem Gericht Ein Tritt, fünf Monate Haft, und das dicke Ende kommt noch

Die drei jungen Leute aus Gilserberg wollten am Abend des 16. Juni 2011 vom Burgholzer Turm aus ein Naturschauspiel beobachten: Den an diesem Abend glutroten Mond. Doch aus dem stillen Vergnügen wurde nichts.

Kirchhain. Der Ärger fing schon auf dem Parkplatz vor dem Turm an. Eine junge Frau, deren Bruder und ein Begleiter waren gerade aus dem Auto gestiegen, als ein fremder Mann der Frau hinterherpfiff. Mit einem schüchternen „hey“ rief der Begleiter dem Fremden zur Ordnung.

Während das Trio den Turm hinaufstieg, lief der aufdringliche Mann, der zu einer Drücker-Kolonne gehörte, ins benachbarte Gasthaus und alarmierte mit den Worten „draußen gibt‘s Stress, da wollen sich welche schlagen“ seine Kollegen.

Die 15-köpfige Schar stürmte ins Freie zum Turm, wo die drei Mond-Fans das Unheil vom zweiten Stockwerk aus kommen sahen. Sie kehrten um und liefen mit beschwichtigenden Worten auf die Angreifer zu. Der Begleiter der junge Frau bekam vom Aggressor eine Faustschlag ab, noch bevor sich deren Bruder schützend vor ihn stellen konnte. Als sich die Situation beruhigt hatte, trat dem Bruder von hinten ein Zwei-Meter-Hüne in den Rücken. Glücklicherweise stürzte der 19-jährige Student nicht die Treppe runter.

Wegen dieses Angriffs musste sich der 25-Jährige am Freitag vor dem Kirchhainer Amtsgericht verantworten. Der ebenfalls angeklagte Haupttäter erschien nicht zum Prozess. Er ist untergetaucht und wird mit Haftbefehl gesucht.

von Matthias Mayer

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