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Ein Thema, zwei Resolutionen

Ein Thema, zwei Resolutionen

Die Stadtverordneten verabschiedeten in ihrer letzten Sitzung des Jahres eine Resolution zur Grundschule in Betziesdorf - sie entschieden für die Vorlage der Koalition und gegen die Vorlage der SPD.

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In Betziesdorf geht die Angst um, der Ort könnte seine Schule verlieren.Archivfoto: Matthias Mayer

Betziesdorf. Der neue Schulentwicklungsplan sieht vor, dass der Schulverbund Anzefahr-Niederwald-Betziesdorf in der jetzigen Form aufgelöst wird und die Grundschule Betziesdorf mit der in Bürgeln einen neuen Schulverbund bilden soll (die OP berichtete mehrfach darüber). Nach dem Ortsbeirat und der aufgebrachten Betziesdorfer Elternschaft beschäftigten sich nun auch die Kirchhainer Stadtverordneten mit dem Problem.

Im Ältestenrat sei abgesprochen worden, dass über beide Resolutionen getrennt abgestimmt werden solle, erklärte Stadtverordnetenvorsteher Willibald Preis. Klaus Weber präsentierte die von der SPD vorgelegte Version: Seine Fraktion stellte sich dabei auf die Seite des Betziesdorfer Ortsbeirats, der den Schulverbund in der alten Form beibehalten möchte. Der Schulverbund mit Bürgeln sehe zunächst nicht dramatisch aus, erklärte Weber. Dies sei aber nur so lange der Fall, bis die Schülerzahlen in Betziesdorf so weit sinken, dass der Schulstandort nicht gehalten werden könne. Die Schule in Bürgeln solle durch Schüler aus Betziesdorf gehalten werden, sagte er und ergänzte: „Der Resolutionsentwurf der Koalition ist weichgespült.“

CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP hatten ihren Text her allgemein gehalten. Sie beauftragen den Magistrat, sich dafür einzusetzen, dass alle Kinder auch weiterhin eine gute und möglichst wohnortnahe Schulausbildung erhalten. „Der Wunsch der Elternvertretung aus Betziesdorf nach einem Verbleib im Schulverbund mit Anzefahr und Niederwald wird zur Kenntnis genommen und der Erhalt des Schulstandortes Betziesdorf hat hierbei erste Priorität“, heißt es weiter in dem Antrag, den Rosemarie Lecher (CDU) begründete.

Sie ging darauf ein, dass der Schulträger auf die sinkenden Schülerzahlen reagieren müsse und stellte heraus, dass der Schulentwicklungsplan für fünf Jahre aufgestellt werde. Also würden die Schulstandorte Betziesdorf und Bürgeln auch mindestens fünf Jahre erhalten bleiben. Die SPD Revolution bezeichnete Lecher als Panikmache und falsch.

Für die SPD-Resolution stimmten 13 Abgeordnete mit Ja und 18 mit Nein. Der CDU-Antrag wurde bei 11 Nein-Stimmen und 20 Ja-Stimmen angenommen.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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