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Ein Stück Geschichte auf Fotowänden

Stadtmuseum Stadtallendorf Ein Stück Geschichte auf Fotowänden

Wer die neuen Museumsräume im Aufbaugebäude demnächst betritt, wird von großen Bildern begrüßt.

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Fritz Brinkmann-Frisch (links) und Heinrich Wegener zeigen vor einer Nische den Entwurf einer Wandgestaltung für einen Museumsraum.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Eine Frau im breiten schwarzen Rock setzt eine Spindel auf. Sie steht an der ersten großen Spinnmaschine, die das Stadtallendorfer Unternehmen Kammgarn Richter 1949 in Betrieb genommen hat. Dieses Bild wird in wenigen Wochen in der „Keimzelle“ des neuen Stadtmuseums an der Wand hängen.

Im Moment sind dort noch Handwerker bei der Arbeit. Sie haben Nischen für Ausstellungsstücke gemauert, die Wände erstrahlen in neuem Glanz. Und sie haben einen Durchgang zwischen den Räumen des Dokumentations- und Informationszentrums (DIZ) geschaffen. Die ursprüngliche Idee, ein Rundgang zwischen DIZ und neuen Räumen, mussten die Planer aus bautechnischen Gründen aufgeben.

Bis 1999 tagten in den neuen Museumsräumen die Fraktionen des Stadtparlaments. Pläne für die Erweiterung des DIZ lagen schon lange in der Schublade. Aber erst, als Stadtallendorf den Zuschlag für den Hessentag bekam, bewegte sich konkret etwas. Rund 220 000 Euro werden dafür investiert.

Jeder Raum widmet sich einem eigenen Zeitabschnitt der Stadtgeschichte. Das Museumskonzept setzt zeitlich dort an, wo die Ausstellung des DIZ endet. Die Folgen von Flucht und Vertreibung stehen im ersten Raum im Vordergrund. An der Wand sind historische Dokumente vorgesehen, wie das Original einer Ausreiseanordnung zum Beispiel. Sie brachte vor Jahrzehnten eine Familie nach Allendorf.

von Michael Rinde

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