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Ein Paradies für Abenteurer

Großprojekt Spielplatz Ein Paradies für Abenteurer

Schönbach feiert das glückliche Ende eines Projektes, dass das kleine Dorf seit mehr als sechs Jahren beschäftigt. Der Mehrgenerationen-Spielplatz ist nun offiziell eingeweiht und hat eine Menge zu bieten.

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Eine Quelle versorgt den Bachlauf auf dem Gelände mit Wasser; für den vierjährigen Luis und andere Kinder ist es ein besonderer Spaß am Wasser zu spielen. Foto: Karin Waldhüter

Schönbach. Der Wind lässt die Haare der elfjährigen Rebekkas fliegen. Ihr Gesicht strahlt vor Freude, während ihre Cousine Serafin den Kopf vor Lachen in den Nacken wirft - gemeinsam sausen die beiden die vier Meter lange Hangrutsche hinunter.

Ein Stück weiter gräbt Luis, ganz in sich versunken, mit einer Schaufel im künstlich angelegten Bachlauf. Tristan verfolgt das Treiben aus rund vier Meter Höhe von einer Lärche aus. Gesichert wird der kleine Baumkletterer über ein langes Seil von Papa Matthias König.

Rund 150 Besucher sind bei der Eröffnung anwesend

Im Mai dieses Jahres erfolgte die Freigabe des Mehrgenerationen-Spielplatzes hinter dem Bürgerhaus durch einen Sicherheitsprüfer. Am Donnerstagabend folgte dann die offizielle Eröffnung des Spielplatzes durch den Vorsitzenden des Vereins „Kinder im Dorf“, Holger Lesch.

Rund 150 Besucher fanden sich dazu in dem halbrunden „Plaza“ ein. Fröhlich singend, eröffnen die Ferienspielkinder der Grundschule Großseelheim die Feierlichkeit. Mehr als sechs Jahre sind seit den ersten Planungen und vier Jahre seit dem Spatenstich im Herbst 2008 vergangen.

Das Großprojekt wurde von mehreren Gruppen getragen und entwickelt. Darunter der Stadtjugendring Kirchhain, der Jugendverband „Die Falken“, der Bürger- und Verschönerungsverein Schönbach, der Jugend-Diakon des Kirchspiels Großseelheim und Mitglieder des örtlichen Jugendclubs. Im Anschluss an erste Gesprächsrunden entstand dann ein Modell des Spielplatzes.

„Weit entfernt sind wir heute nicht von dem Modell, obwohl der Entwicklungsprozess noch nicht abgeschlossen ist“, sagte Peter Schunk. Der Amtsvorgänger von Holger Lesch betonte, dass alle installierten Spielgeräte absolut sicher und ungefährlich seien.

„Kinder-im-Dorf“-Verein spendete 20000 Euro

Seit mittlerweile zwölf Jahren besteht der rund 160 Mitglieder zählende Verein „Kinder im Dorf“, der sich mit rund 20 000 Euro am Projekt beteiligte. Die Stadt Kirchhain steuerte weitere 15000 Euro bei. Hinzu kamen Spenden und Arbeitsleistung vieler fleißiger Helfer, die in Eigenregie die Arbeiten erledigten.

Wolfgang Kurz, Vorsitzender des Bürger- und Verschönerungsvereins in Schönbach, ist seit den Projekt-Anfängen mit dabei und bedankte sich bei allen Freiwilligen, die auf dem Gelände mitgeholfen haben.

In Stichworten blickte Kurz auf die vergangenen Jahre zurück und ging dabei auch auf die nicht immer positive Stimmung im Dorf ein. „Keiner wollte ihn, wir haben ihn bekommen“ und erinnert damit an eine Unterschriftensammlung gegen das Projekt.

Bedenken gegen den Mehrgenerationen-Spielplatz waren laut geworden, weil einige Bürger befürchteten, dass von älteren Jugendlichen nächtliche Ruhestörungen ausgehen könnten. Der Baubeginn sei holprig gewesen, berichtet Kurz. Den Hauptgrund an den Bauverzögerungen sieht er in der nicht immer optimalen Projektorganisation. „Benötigte Baumaterialien waren bei Baubeginn nicht vorhanden“, so Kurz im Gespräch mit dieser Zeitung.

Ab 9. August gibt es ein betreutes Spielangebot

Das bürgerschaftliche Engagement hob der Erste Stadtrat Dietmar Menz in seinem Grußwort hervor. Hans Seerich von der Freiwilligen Feuewehr Schönbach überreichte für das große Schachbrett die noch fehlenden Schachfiguren.

Am 9. August wird Ruth Sand-rock-Heer von der Jugendförderung Kirchhain zum ersten Mal ein betreutes Spielangebot von 16.30 bis 18.30 Uhr anbieten. Dann wird auch der mit Spielen bestückte Bauwagen geöffnet sein. Ab Herbst wollen ehrenamtliche Helfer und Eltern das Angebot fortführen. Für die Zukunft sind weitere Veränderungen geplant, so soll unter anderen ein kleines Kletter-Fort, eine Brücke über den Bachlauf und ein Zugseil an der Rutsche angebracht werden.

von Karin Waldhüter

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