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Ein Leben für die gute Sache

Susanna Deichmann Ein Leben für die gute Sache

Susanna Deichmann vom christlichen Hilfswerk „wortundtat“ stand bei einer Veranstaltung der „Woche der Begegnung“ in der Stadtkirche Rede und Antwort.

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Pfarrer Thomas Peters hört Susanna Deichmann während ihres Besuchs in der Stadtkirche zu.Foto: Waldhüter

Stadtallendorf. Wer den Namen Deichmann hört, der denkt sicherlich zuerst an ein Paar neue Schuhe. Doch hinter dem Namen steht auch eine Familie, die sich seit Jahrzehnten für Not leidende Menschen auf vielfältige Weise einsetzt. Susanna Deichmann ist kein Mensch der sofort ins Auge sticht. Eher wirkt die schmale blonde Frau bescheiden und ist wenig auffällig in eine gelbe Jeans und braune Lederjacke gekleidet, den Pullover trägt sie locker über der Schulter. Ihre Zufriedenheit, Kraft und innere Ruhe werden deutlich, sobald sie von ihrem sozialen Engagement zu erzählen beginnt. In der Stadtkirche steht die Mutter von zwei Kindern vor rund siebzig Gästen Pfarrer Thomas Peters und Herbert Köller zum Thema „Gemeinsame Verantwortung“ Rede und Antwort.

Ihre Antworten zeigen ein hohes Maß an sozialer Verantwortung und offenbaren einen tiefen christlichen Glauben, aus dem die 48-Jährige ihre Kraft zieht. 1977 wurde das christliche Hilfswerk „wortundtat“ von Dr. Heinz-Horst Deichmann gegründet, seitdem bringt es vielfältige Hilfe für Not leidende Menschen in Indien, Tansania, Moldawien, Griechenland und auch Deutschland. Offen berichtet Susanna Deichmann im Gespräch mit Pfarrer Peters auch über private Dinge, erzählt davon, wie sie in einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist.

„Ich habe schon früh festgestellt, dass man auch ohne Geld Gutes tun kann“, sagt sie. „Nach der Not der anderen zu schauen war in meiner Familie gang und gäbe“, so Deichmann. 1990 heiratet sie ihren Mann Heinrich Deichmann. Er ist heute Geschäftsführer und Inhaber der gleichnamigen Firma. Auf der Hochzeitsreise kommt sie erstmals mit dem Leid der Menschen in Indien in Kontakt.

Heute fühlt sich Susanna Deichmann im Besonderen zur Sterbebegleitung hingezogen. „Intensive Begegnungen mit den Menschen berühren mich immer wieder neu, nicht nur geben, sondern durch die Menschen auch selbst beschenkt werden, dass gibt mir Kraft“, erzählt Deichmann. Mit Herbert Köller geht Deichmann auf eine „Reise um die Welt“ und berichtet aus Projekten in Indien, Afrika, Moldawien, Griechenland und Deutschland.

In Erinnerung wird von diesem Abend auch die musikalische Begleitung von Nicolai Franz an der Gitarre, Jana Franz an der Bratsche und Johanna Bratschhäuser, mit ihrem eindringlichen und ausdrucksstarken Gesang, bleiben. Ab dem 1. Oktober nimmt die evangelische Kirchengemeinde mit dem neuen Projekt „Zeig was du kannst“ in besonderer Weise soziale Verantwortung wahr (die OP berichtete). dem Theaterprojekt einzubringen.

von Michael Rinde

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