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Ein Kalender zeigt Muslimen ihre Gebetszeiten

Fatih-Moschee Ein Kalender zeigt Muslimen ihre Gebetszeiten

Beim bundesweiten Tag der offenen Moschee hatten Besucher die Gelegenheit, mit Gemeindemitgliedern zu diskutieren und Informationen zu sammeln.

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Am Samstagmittag bereiteten sich Muslime auf eines ihre Gebete vor. Besucher verfolgten das Geschehen in der Fatih-Moschee.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. An den Wänden und am Geländer der Empore im ersten Stock der Fatih-Moschee hingen kleine und große Texttafeln. Auf den kleineren erklärten Muslime wichtige Begriffe ihres Glaubens, auf den großen im Obergeschoss ging es eher um Antworten auf heiß diskutierte Fragen: Wie steht der Islam zu den Menschenrechten, welche Bedeutung hat Krieg? Besucher der Moschee interessierten sich vor allem für den Alltag eines Muslimen. Woher kennt ein Muslime die exakten Uhrzeiten der fünf Gebete? In Stadtallendorf orientieren sich die Muslime der Fatih-Moschee an einem Kalender, den der Dachverband „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion“, kurz DITIB, herausgegeben hat.

Mitgliederschwund kennen die Stadtallendorfer Muslime nicht. Die Zahl bleibt seit Jahren gleich, es werden eher mehr. Rund 3.000 Muslime leben in Stadtallendorf. Ganz vergessen sind die jüngsten Ereignisse vor und in der Moschee nicht: „Stammt das von dem Anschlag?“, fragte eine Besucherin und zeigt auf das Einschussloch im Fenster. Zwei Männer hatten im März auf die Moschee geschossen und Flaschen mit Benzin auf die Fenster geworfen. Es blieb bei geringem Schaden. Die Gemeinde erfuhr aber große Solidarität (die OP berichtete). Fünf Tage lang ging die Angst um, dass es sich um einen ausländerfeindlichen Anschlag gehandelt haben könnte. Offenbar reagierten die geständigen Männer aber Frust über ein verlorenes Fußballspiel ab. „Sie haben sich entschuldigt, wir haben die Entschuldigung angenommen und sind froh, dass alles vorbei ist“, betont ein junges Gemeindemitglied im Gespräch mit Besuchern.

von Michael Rinde

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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