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Ein Fest aus dem Dorf für das Dorf

775 Jahre Niederwald Ein Fest aus dem Dorf für das Dorf

Nun ist es amtlich: Im kommenden Jahr wird es in Niederwald eine 775-Jahr-Feier geben. Gefeiert wird vom 23. bis zum 26. August. Das teilten Christina Krantz, Karl-Heinz Geil und Konrad Kaletsch der OP mit.

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Der Findling zeigt es an: Niederwald wurde als Nydernwald 1243 erstmals urkundlich erwählt. Konrad Kaletsch, Christina Krantz und Karl-Heinz-Geil zeigen den Gedenkstein. Foto: Matthias Mayer

Niederwald. Durch einen Personalwechsel im alten Ortsbeirat sei das Jubiläum des drittgrößten Kirchhainer Stadtteils etwas in Vergessenheit geraten. Dann habe sich der neu gewählte Ortsbeirat erst finden müssen, erläuterte Konrad Kaletsch die Gründe für die Ungewissheit, die lange Zeit auf dem Jubiläum lastete. Konrad Kaletsch gehört wie Christina Krantz und Karl-Heinz Geil dem Festausschuss an.

Die Neubürgerin und Ortsvorsteherin Christina Krantz räumte ein, dass sie sich zunächst leicht überfordert fühlte, als von ihr erwartet wurde, ein Dorf-Jubiläum zu organisieren. „So etwas habe ich noch nie gemacht“, erklärte die Bürgermeistertochter. Ihre Skepsis ­verflog, als sich Ende ver­gangenen ­Jahres ein Festausschuss gründete und anschließend zu einer Info-Veranstaltung 50 Niederwälder Bürger kamen, von denen sich 27 in Listen eintrugen für die Mitarbeit in den ­Unterausschüssen.

Konrad Kaletsch wurde zum Vorsitzenden des Festausschusses gewählt und Karl-Heinz Geil zum Kassierer. „Unser Vorteil ist, das wir ein funktionierendes Vereinsleben haben. Was die Organisation von Veranstaltungen angeht, sind wir mit erfahrenen Leuten gut bestückt“, sagte Konrad Kaletsch und verwies insbesondere auf den Fanclub des FC Bayern, der Jahr für Jahr geräuschlos riesige Volksfeste rund um das Bürgerhaus organisiere.

Nach dem Vorbild des Fanclubs soll das Areal rund um das Dorfgemeinschaftshaus mit den Straßen und dem Kirchgarten Schauplatz der Festtage sein. Dort wird auch das Festzelt aufgebaut.

Das Fest solle mitten im Ort und für den Ort stattfinden, nannte Christina Krantz einen Grund für die Wahl des Festgeländes. Ein zweiter: Die Konzentration aller Veranstaltungen auf engem Raum entlaste die Helfer. Die sollten nicht nur arbeiten sondern auch mitfeiern, sagte die Ortsvorsteherin, die davon ausgeht, dass alle Dienste mit 30 bis 40 Helfern zu besetzen sein werden.

Möglichst wenig Aufwand sei auch die Devise bei der Wahl der Rechtsform für den Festausschuss gewesen, erklärte Karl-Heinz Geil. Der Festausschuss sei kein eingetragener Verein und damit keine juristische Person. Deshalb werden in Absprache mit der Stadt alle Finanzen im Rathaus abgerechnet. „Auf diese Weise können auch Spendenquittungen ausgestellt werden“, sagte Karl-Heinz Geil.

Zum Fest erscheint eine neue Niederwälder Chronik. Und der Kulturausschuss plant die Herausgabe eines Jahreskalenders 2019 mit Niederwäldern.

Mehr Informationen zum Fest gibt es am 7. Juni um 19.30 Uhr bei der nächsten Infoveranstaltung im Niederwälder Sportheim, zu der alle Niederwälder eingeladen sind.

Das vorläufige Programm:

Donnerstag, 23. August 2018: Bürger-Nachmittag mit Kaffee, Kuchen und Musik im Dorfgemeinschaftshaus.

Freitag, 24. August 2018: Festkommers unter Beteiligung der Niederwälder Chöre, Vorstellung der neuen Chronik durch Wilhelm Hundsdörfer, musikalische Begleitung durch Henning Welk und die Band FettAnsatz. Gastronomie: Serviert werden die hausgemachten Niederwälder Spezialitäten Bohnensuppe, Oweplätz, Bratwurst und Schmalzbrote. Weindorf der Weinhandlung Semus.

Samstag, 25. August 2018: Mittelalterliches Lager im Kirchgarten, Dorfabend für Jung und Alt mit der Band Diliveris, Weindorf der Weinhandlung Semus.

Sonntag, 26. August 2018: Kranzniederlegung am Friedhof, Festgottesdienst im Festzelt, Frühschoppen mit der Blaskapelle Homberg/Ohm, Mittelalterliches Lager im Kirchgarten, Familiennachmittag mit großem Angebot für Kinder sowie Kaffee und Kuchen auf dem Gelände des Kindergartens.

von Matthias Mayer

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