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Ein Ex-Spieler segnet den neuen Platz

Einweihung Ein Ex-Spieler segnet den neuen Platz

"Wir segnen diesen Sportplatz, damit dort ein guter Geist herrscht und viele Tore fallen", sagte Domkapitular Rudolf Hofmann während des Festgottesdienstes zur Einweihung des neuen Platzes.

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Domkapitular Rudolf Hofmann segnet in strömendem Regen den neuen Sportplatz. Küster Werner Lauer sorgt dabei für Schutz.
Foto: Karin Waldhüter

Roßdorf. Sechs Jahre hatten die Planungen gedauert, zahlreiche Helfer leisteten viele freiwillige Arbeitsstunden. Aber auch dieser Sonntag wird den Roßdorfern in Erinnerung bleiben: Ein Hauptgrund ist der sehr gut besuchte Festgottesdienst im Festzelt, das fast aus allen Nähten zu Platzen schien.

Domkapitular Rudolf Hofmann, ehemals selbst aktiver Spieler und Mitglied des RSV Roßdorf, stand die Freude, in seiner Heimat einen Gottesdienst zu zelebrieren, ins Gesicht geschrieben. Eine lebendige Predigt und viele humorvolle Anekdoten, die auch an vergangene Fußballzeiten in Roßdorf erinnerten, machten den Gottesdienst zu einem besonderen Erlebnis.

Großen Anteil an der feierlichen Gestaltung hatte auch der Jugendchor unter der Leitung von Marius Maus, der einige Lieder zum Besten gab.

Ebenso in Erinnerung wird den Roßdorfern aber auch der „gute Geist“ des Vereines bleiben: Vorsitzender Alfred Schick übte sich während des offiziellen Teils der Einweihung in Bescheidenheit, hielt sich am Rande auf und nahm sichtlich bewegt viele lobende Worte entgegen. Als er dann doch zum Mikrophon griff, tat er das nur, um die vielen Helfer zu loben.

Ebenfalls denkwürdig war der Regen, der von Beginn an unablässig aus dem grau verhängten Himmel strömte, die Wiese in Matsch verwandelte und erst am Ende des offiziellen Teils und kurz vor Beginn der Stadtmeisterschaft der Altherrenfußballer endlich aufhörte.

Der Segnung des Sportplatzes durch den Domkapitular schloss sich nahtlos der offizielle Teil der Veranstaltung im Festzelt an. Pressesprecher Reinhard Ried hob hervor, warum ein zweiter Sportplatz für Roßdorf so wichtig ist: Der alte sie schlicht ausgelastet.

Rieds Rückblick reichte bis in das Jahr 2006 zurück. Zwei Frauen- und eine Mädchenmannschaft nahmen den Spielbetrieb auf. Später kamen noch zwei weitere Mädchenteams hinzu. Im Jahr 2007 trafen die Sportler den Entschluss, eine angrenzende Wiese zu kaufen und initiierten eine Spendenaktion zu Finanzierung eines neuen Sportplatzes.

Alfred Schick, Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg und der inzwischen verstorbene ehemalige Ortsvorsteher Manfred Stumpf hätten die Arbeit aufgenommen und sich vorbildlich eingesetzt, erklärte Ried. Alle politischen Fraktionen sprachen sich für den Bau aus. Mit der Übergabe eines Bewilligungsbescheids durch Dr. Thomas Schäfer, den Hessischen Finanzminister, fiel dann der Startschuss.

Schick gelang es, Rentner und Freiwillige zu aktivieren. „Er hat wie ein Motor die Arbeiten geleitet und mehr als einmal habe ich ihn sagen hören, ich kann nicht mehr“, sagte Ried über den Vorsitzenden.

Dann widmete sich der Pressesprecher einigen Zahlen: Der Platz habe einen Wert von 150000 Euro. Rund 50 Freiwillige leisteten mehr als 2500 Arbeitsstunden. Geldspenden der Mitglieder, Unterstützung durch das Land Hessen in Höhe von 45000 Euro, des Landkreises in Höhe von 20000 Euro und der Stadt Amöneburg hätten dafür gesorgt, dass der 400 Mitglieder zählende Verein ohne Schulden aufzunehmen das Projekt umsetzen konnte.

Auf 30000 Euro bezifferte Richter-Plettenberg die finanzielle Beteiligung der Stadt Amöneburg. Die Summe setze sich aus Planungsleistungen, die Unterstützung durch den Bauhof sowie durch Mittel aus der Vereinsförderung zusammen.

„Ich bin beeindruckt, was über Jahre hier geleistet wurde“, erklärte Kreisfußballwart Peter Schmidt. Sportliche Spannung verspreche jetzt die Teilnahme der Frauenmannschaft als Hessenpokalsieger am DFB-Pokal.

von Karin Waldhüter

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