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Ein Antrag für das Image

Stadtverordnetenversammlung Ein Antrag für das Image

Worte können auch Waffen sein. Aus diesem Grund soll Kirchhains Magistrat die Spielplatz-Satzung verändern und nach Möglichkeiten suchen, ihre Regelungen kinderfreundlicher zu machen.

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Kirchhain soll noch kinderfreundlicher werden – das beschlossen die Stadtverordneten.Archivfoto

Kirchhain. Spielende und lachende Kinder mögen zwar laut sein, machen aber keinen „Lärm“ - das beschlossen Bundestag und Bundesrat. Aus diesem Grund soll die Stadt Kirchhain die Satzung über die Benutzung der Spielplätze überarbeiten und den Absatz streichen, der besagt, dass Kinder in der „Mittagsruhe“ die entsprechenden Anlagen nicht nutzen dürfen - das beschlossen die Stadtverordneten.

Außerdem soll sich der Magistrat alle städtischen Regelungen zur Brust nehmen, kinderfreundlicher machen und im Zuge der Initiative „Kinderfreundliches Kirchhain“ gezielt nach Verbesserungsmöglichkeiten für die Entwicklung des Nachwuchses in der Kernstadt und den Stadtteilen suchen. „Eine kinder- und familienfreundliche Stadt ist nicht nur gut für die Bewohner selbst, sondern trägt auch erheblich zu einem positiven in die Zukunft gerichteten Image der Stadt bei“, heißt es in dem einstimmig befürworteten Antrag der Koalition, dem sich Linke und SPD anschlossen.

n Letztes Thema der Stadtverordnetenversammlung Großseelheim war die Renaturierung des Bauerbachs, um Großseelheim vor Hochwasser zu schützen. Regenrückhaltebecken oder Staustufen seien nicht genehmigungsfähig, betonte Bürgermeister Jochen Kirchner und widmete sich dem alternativen Konzept der Stadt. Oberhalb des Ortes will sie das Wasser durch Renaturierung des Bachs verlangsamen. Im Dorf selbst war es eigentlich Plan, am Wasserlauf auf städtischen Grundstücken Schutzvorrichtungen zu bauen - allerdings hätten dann auch Privateigentümer auf der jeweils gegenüberliegenden Seite die selben Vorkehrungen treffen müssen. Dagegen sprach sich ein Großteil der Großseelheim Anlieger aus (Grund waren die hohen Beiträge und der Verlust von Gartenfläche), so dass nun nur das Konzept außerhalb des Ortes zur Umsetzung kommt. Die Stadt will nun noch prüfen lassen, ob sie Oberflächenwasser von der Rotenbergstraße so umleiten kann, dass es nach links aus dem Ort herausfließt statt nach rechts in den Ort hinein.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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