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Ein Anhänger bekommt Schlagseite

HeiSoFe Ein Anhänger bekommt Schlagseite

Während die Stadtallendorfer am Freitagmittag im Weindorf langsam aber sicher mit dem Feiern des Heimat- und Soldatenfestes begannen, rutschte daneben ebenso langsam und sicher ein Lastwagenanhänger in den Graben.

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Während andere Gäste des Seniorennachmittags im Weindorf „Hans-Harald, dem fröhlichen Hessen“ lauschten, testeten Erika und Ernst Puhlmann das Angebot der Weinkarte.Fotos: Lerchbacher

Stadtallendorf. Auf dem Trocknen gesessen, hätten die Besucher des Weindorfs auch dann nicht, wenn der Anhänger mit mehr als den geschätzten drei bis fünf Stundenkilometern in den Graben gerutscht wäre. Dass der Unfall aber besonders glimpflich verläuft, war nicht zu erahnen: Beim Rangieren war ein Bolzen gerissen und der Anhänger machte sich selbständig. Langsam rutschte er in einen Graben, aus dem ihn später ein Kran ziehen sollte. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, wohl aber Grund, von doppeltem Glück im Unglück zu sprechen, denn auch sämtliche Flaschen waren heil geblieben: Neben zahlreichen Fässern hatten sich 120 Getränkekisten in dem Anhänger befunden.

Trotz des spektakulären Unfalls bleib das Weindorf natürlich Hauptattraktion des gestrigen Freitags. „Das Ambiente ist so wie im vergangenen Jahr“, sagte Bürgermeister Christian Somogyi in der Hoffnung, dass das Fest an den Erfolg des vergangenen Jahres anknüpft.

Zum Gelingen des gestrigen Eröffnungstages trugen neben dem Heeresmusikkorps in Egerländer Besetzungen, den Ottertaler Musikanten und „Hans-Harald, dem fröhlichen Hessen“ auch die Rostkehlchen. Gleich drei Tänze führten die Seniorentanzgruppen aus Stadtallendorf und Wolferode gemeinsam auf. Birgit Thiel, die Seniorenbeauftragte der Stadt, hob dabei hervor, dass die Gruppe aus dem Stadtteil in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert.

Am wichtigsten waren den Gästen aber auch am Freitag das Ambiente, die Möglichkeit Freunde und Bekannte zu treffen und natürlich die Getränkekarte. Ernst und Erika Puhlmann nahmen gleich das Weinangebot unter die Lupe: Es gibt zu wenig Rotweine, analysierte die Seniorin - die allerdings auch hohe Ansprüche hat. Trocken muss ihr Wein sein: „Am besten so, dass die Zähne richtig stumpf sind.“ Trotz des geringen Angebots fiel ihr Urteil milde aus: „Der Wein ist gut - auch wenn ich schon besseren getrunken habe, vor allem aus Italien.“ Ihr Mann, bekennender Freund von lieblichem Weißwein, war zufrieden: „Mir schmeckt es. Ich mag das Ambiente des Weindorfs und freue mich, nachher noch einen Flammkuchen zu essen“, sagte er und kündigte an, wohl jeden Tag des Heimat- und Soldatenfestes zu besuchen. „Nur nicht, wenn es schüttet und donnert“, schränkte seine Frau ein.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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