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„Ein Amateur in der Champions League“

Bürgermeisterwahl Stadtallendorf „Ein Amateur in der Champions League“

Die einen reagieren knallhart, die anderen kuschelweich – doch Stadtallendorfs künftiger Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) will unmittelbar nach der Wahl getätigte Aussagen „nicht auf die Goldwaage legen“.

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Pierre Brandenstein (Mitte) gratuliert Christian Somgoyi (links) zum Wahlsieg. OP-Chefredakteur Christoph Linne sorgt dafür, dass die rund 500 Gäste der Wahlparty das kurze aber freundliche Gespräch hören können.

Quelle: Nadine Weigel

Stadtallendorf. Einen stressfreien Feiertag verbrachte Christian Somogyi einen Tag nach seinem historischen Wahlsieg, der ihn zum ersten wirklich heimischen Bürgermeister macht, seitdem Stadtallendorf Stadtrechte besitzt. „Ich habe den Montag richtig genossen. Man merkt, wie die Anspannung nachlässt“, berichtet der Sozialdemokrat und freut sich über die Wahlbeteiligung von mehr als 50 Prozent. Gleichzeitig müsse er das Ergebnis aber noch etwas sacken lassen: „Man kann nicht einfach sagen: Gut, jetzt bin ich Bürgermeister. Ich habe eine Wahl gewonnen, auf die ich lange hinarbeitete – aber es sind auch ziemliche Aufgaben, die noch auf mich zukommen.“

Unter anderem muss er es schaffen, genug Stadtverordnete hinter sich zu bringen, um Mehrheiten zu schaffen – Amtsinhaber Manfred Vollmer (CDU) hat dieses Problem nicht, da Stimmen aus seiner Fraktion und von den Republikanern reichen, um Beschlüsse zu fassen.

Nicht alle Stadtverordneten scheinen derweil der Zukunft so unvoreingenommen entgegen zu schauen, wie Winand Koch. „Die Persönlichkeit hat die Wahl entschieden. Das ist außergewöhnlich in einer konservativen Hochburg“, fasst der FDP-Fraktionsvorsitzende die Geschehnisse zusammen. CDU-Kandidat Pierre Brandenstein sei schlicht nicht bekannt genug gewesen, Somogyi engagiere sich indes schon seit Jahrzehnten an verschiedenen Stellen in Stadtallendorf: „Im Parlament können wir uns auf viele gute Diskussionen freuen.“

von Florian Lerchbacher

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