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Edeka will in Stadtallendorf investieren

Innenstadt-Entwicklung Edeka will in Stadtallendorf investieren

Die Handelsgesellschaft Edeka plant offenbar die Rückkehr im größeren Stil in die Stadtallendorfer Stadtmitte. Über die konkreten Planungen des Unternehmens ist aber erst wenig bekannt.

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Das frühere Baumarkt-Gebäude hat nach Angaben aus dem Rathaus den Eigentümer gewechselt. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Die Nachricht kam gestern überraschend: Nach mittlerweile drei Jahren Leerstand gibt es eine neue Perspektive für das Areal des früheren Herkules-Baumarktes am Rande der Stadtmitte. Inhaber Horst Ickert hat Gebäude und Grundstück an Edeka verkauft. Es habe bereits ein erstes Abstimmungsgespräch zwischen der Stadt und Edeka gegeben, erläuterte Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. „Unsere Interessen sind sehr deckungsgleich“, betont Somogyi. Planungsrechtlich wäre die Stadt mit im Boot. Eine Bebauungsplanänderung wäre notwendig, wenn das Unternehmen am früheren Baumarkt-Standort einen Lebensmittelmarkt größerer Dimension plant. Im September und Oktober sollen die Gespräche zwischen Stadt und Unternehmen weitergehen. Das Gelände des früheren Baumarktes hat eine Größe von rund 10000 Quadratmetern. Von der Edeka-Geschäftsführung war gestern keine Stellungnahme zu erhalten.

Aus Sicht Somogyis entsteht durch die Neuansiedlung eines Edeka-Marktes ein neuer Frequenzbringer für die Stadtmitte. Der Standort „alter Herkules-Markt“ war im aktualisierten Einzelhandelsgutachten aber nur die dritte von vier Möglichkeiten für die Ansiedlung eines weiteren Marktes. Gutachter Peter Berger hatte die Standorte des Hallenbads und die Parkplatzanlage an der Straße des 17. Junis als geeigneter angesehen. „Ich habe keinen Investor gefunden, der bereit wäre, die Hallenbadfläche zu kaufen und zu bebauen“, merkt Stadtallendorfs Bürgermeister dazu an.

Doch Somogyi sieht keine Gefahr, dass die Innenstadt durch die geplante Edeka-Ansiedlung weiter aufgesplittert wird. „Wichtig ist, dass es uns gelingt, Kaufkraft in der Stadt zu halten“, betont er und spricht von „einer Riesenchance.“ Für Edeka ist es der zweite Anlauf, in Stadtallendorfs Innenstadt mit einem eigenen Projekt Fuß zu fassen. Das Unternehmen hatte sich seinerzeit mit einem eigenen Konzept um die Bebauung des Busbahnhofs beworben.

In Sachen Hallenbadsanierung fällt in der nächsten Woche eine letzte, noch ausstehende Entscheidung. Den formalen Sanierungsbeschluss hatten die Stadtverordneten bereits getroffen. Doch hatte die Stadt auch noch den Umbau des Freibades zu einem Allwetterbad prüfen lassen. Die Vorlage des Magistrats kommt dabei zu einem klaren Ergebnis: Die Allwetterbad-Variante soll nicht weiter verfolgt werden. Ausschlaggebend sind die Kosten, die je nach Version zwischen 17 und 19 Millionen Euro gelegen hätten. Eine Sanierung, so wie sie jetzt geplant ist, kostet 7,3 Millionen Euro, wobei die Stadt einen Landeszuschuss von 1,3 Millionen Euro fest einplanen kann. „Als Kämmerer spreche ich mich ebenfalls für die wirtschaftlichste Variante aus“, erklärt Somogyi. Auch bei den Folgekosten schneidet die Sanierungsvariante im Vergleich am günstigen ab. Bei Einrechnung von Zinsen, Tilgungen und Abschreibungen liegen sie nach der Sanierung bei 1,2 Millionen Euro. Beim Allwetterbad lägen sie zwischen 2,2 Millionen und 2,5 Millionen Euro.

Laut Giselher Pontow, Betriebsleiter der Stadtwerke Stadtallendorf, wird gerade die europaweite Ausschreibung der Hallenbadsanierung vorbereitet. Für die Ausschreibung ist eine Zeitspanne von bis zu sechs Monaten vorgesehen. Damit ist klar, dass die Arbeiten dort erst im ersten Halbjahr nächsten Jahres beginnen werden.

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