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Ostkreis Edeka will "ein Teil der Stadt" werden
Landkreis Ostkreis Edeka will "ein Teil der Stadt" werden
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06:15 18.08.2012
Das alte Baumarktgebäude steht seit Jahren leer. Es soll einem Neubau weichen. Foto: Florian Lerchbacher
Stadtallendorf

Der größte Leerstand in der Stadtmitte Stadtallendorfs könnte in absehbarer Zeit verschwinden. Neuer Eigentümer des insgesamt 10000 Quadratmeter großen Geländes ist die „Edeka Handelsgesellschaft Hessenring“ (dieses Zeitung berichtete gestern).

Edeka will das alte Baumarkt-Gebäude abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Das Unternehmen plant ausschließlich mit seinem Kerngeschäft, der Lebenmittelversorgung. „Wir werden einen reinen Lebenmittelmarkt errichten“, erläuterte Edeka-Geschäftsführer Hans-Richard Schneeweiß gestern im Gespräch mit der OP. Es gebe keinen Anlass für Befürchtungen, dass Edeka etwa eine zusätzliche Ladengalerie oder ein „Kleincenter“ betreiben wolle, betonte Schneeweiß.

Der geplante Markt erhält eine Verkaufsfläche von mehr als 2500 Quadratmetern. Vergleichbar große Märkte betreibt das Handelsunternehmen zum Beispiel in Fulda. Ein ähnlicher Markt entsteht auf dem alten Bahngelände in Lollar.

Noch gibt es keine detailierten Baupläne für das neue Gebäude in Stadtallendorf. Klar ist laut Schneeweiß aber, dass der künftige Edeka-Markt in Richtung Stadtmitte ausgerichtet wird. Etwa 150 bis 180 Parkplätze will das Handelsunternehmen vor dem Markt schaffen. Edeka hat bereits einige Erfahrung in der zweitgrößten Stadt des Landkreises. So betrieb das Handelsunternehmen unter anderem den früheren Herkules-Baumarkt, dessen Gebäude es nunmehr gekauft hat. Und Edeka war Partner vom „Centrum der Frische“, dem früheren Kostial-Markt in der Niederkleiner Straße.

Das Interesse an Stadtallendorf habe Edeka nie verloren, betont Schneeweiß. „Und wir kommen wieder, um zu bleiben“, ergänzt der Edeka-Geschäftsführer. Zum einen liege Stadtallendorf mitten im Absatzgebiet von Edeka-Hessenring. Außerdem sieht das Unternehmen genügend Kaufkraft in Stadtallendorf. Doch vor dem ersten Spatenstich steht noch einiges an Planungsarbeit an. Zunächst steht das Baurecht im Vordergrund. Damit Edeka dort einen Lebensmittelmarkt schaffen kann, muss die Stadt den Bebauungsplan für das Gelände ändern. Bisher ist dort nur ein Baumarkt oder ähnliches zulässig. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass auch noch regionalplanerischer Bedenken ausgeräumt werden müssen. Als Kaufland im Jahr 2009 signalisierte, sich auf dem Baumarktgelände ansiedeln zu wollen, gab es massive Bedenken vom Regierungspräsidium, weil Stadtallendorf seinerzeit sein Kontingent an Lebensmittelmärkten ausgeschöpft hatte.

Doch zwischenzeitlich sind in Stadtallendorf rund 3000 Quadrameter Lebenmittel-Verkaufsfläche verschwunden. Seinerzeit existieren der Tegutmarkt und Kostial noch. Im jüngsten Einzelhandelsgutachten ist zudem festgehalten, dass Stadtallendorf beim Lebensmittelangebot unterversorgt ist.

Für Edeka ist vor allem die bisherige völlige Übereinstimmung mit der Stadtverwaltung. Auch Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) hatte gegenüber dieser Zeitung von „sehr großer Deckungsgleichheit“ gesprochen. Schneeweiß will dabei dem bestehenden Einzelhandel in der Stadtmitte offen gegenübertreten und das Gespräch suchen. „Schließlich wollen wir mit unserem Markt ein Teil der Stadtmitte werden.“

Noch gänzlich unklar ist der künftige Betreiber dieses Edeka-Marktes. Klar ist laut Schneeweiß lediglich, dass der Markt von einem selbstständigen Kaufmann geführt werden wird.

Sollte alles nach den Vorstellungen des Unternehmens verlaufen, so will Edeka den neuen Markt möglichst um die Osterzeit im Jahr 2014 herum eröffnen.

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