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Dramatische Katzenrettung dauert sieben Stunden

Meldung aus Neustadt Dramatische Katzenrettung dauert sieben Stunden

Aufregende Rettungsaktion in Neustadt: Bauhofmitarbeiter finden auf dem Dach des Edekamarktes von Markus Pfaff zunächst drei Katzenbabys. Die Rettung des vierten Stubentigers ist kompliziert und dauert sieben Stunden. Danach können die Helfer und beteiligten Firmen auch dieses Katzenbaby aus seiner misslichen Lage befreien. 

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Edi, das wenige Wochen alte Katzenbaby, hat seine Retter lange in Atem gehalten.

Quelle: Privatfoto

Neustadt. Als ein Lkw-Fahrer am Donnerstag kurz vor Sonnenaufgang den Edeka Markus Pfaff Waren anliefert, hört er ein Maunzen über dem Eingang. Aus dem Dachstuhl drangen die Geräusche von mehreren Katzenbabys.

Der Fahrer verständigte Inhaber Markus Pfaff. Der rief den städtischen Bauhof an, um das Dach abdecken zu lassen. Auf der Regenplane kamen drei Babys zum Vorschein. Eine Kundin nahm sie mit, um sie zur Versorgung in fachmännische Hände zu geben.

"Wir dachten, die Sache wäre damit abgeschlossen", erzählt Pfaff auf OP-Nachfrage. "Doch dann hörten wir ein weiteres Maunzen." Das zu lokalisieren, war gar nicht so einfach. Zu acht suchten der Edeka-Inhaber und seine Helfer nach dem Tier. Die Dachdeckerei Füller aus Stadtallendorf entfernte weitere Ziegel. Einer der Mitarbeiter hatte schließlich die Idee, im Fallrohr der Dachrinne nachzuschauen.

Bald waren sich die Helfer einig, dass das Kätzchen im Rohr sitzen muss. "Doch es war weder greif- noch sichtbar", erklärt Pfaff. Deshalb beschloss er, unterirdisch danach zu suchen und rief die Kanalreinigung Knechtel aus Stadtallendorf an. Die rückte mit drei Mann an. Mit einer speziellen Kamera suchten die Mitarbeiter die Rohre ab. Dafür mussten zwei Löcher unter den Pflastersteinen gegraben werden, um besser heranzukommen.

Die unterirdischen Rohre mussten frei gelegt werden. Privatfoto

Nach sieben Stunden gelang es schließlich, das Kätzchen aus dem Rohr zu holen. "Edi" hat Pfaff das vierte Baby getauft und es bei sich zu Hause aufgenommen. Die Tierärztin bestätigte ihm, dass Edi wohlauf und schon alt genug ist, um ohne Mutter aufgezogen zu werden. Auf drei bis vier Wochen schätzte die Medizinerin das Alter des Babys.

Auf Facebook hat der Edeka-Inhaber die ganze Geschichte dokumentiert. Von anderen Nutzern bekamen er und seine Helfer viel Lob für die Aktion. "Das war eine stolze Leistung. Ich wollte, es gäbe mehr von solchen Rettern", schreibt eine Frau. "Toll, es gibt sie also doch noch, die Menschlichkeit", freut sich eine andere.

von Freya Altmüller

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