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Echt schweißtreibend

Silvester Echt schweißtreibend

Ohne sie ist der Jahreswechsel undenkbar: Softeis brachten Mittwochnacht die Menge zum Toben und sorgten für einige Überraschungen.

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Ulla Keller und Ronny Moucka interpretierten stilecht das „Phantom der Oper“.

Quelle: Nadine Weigel

Kirchhain. Unheildrohend donnern Orgelklänge durch die Rauchschwaden. Blaues Licht zuckt, Bässe krachen, eine engelsgleiche Stimme bahnt sich ihren Weg. Das Phantom klettert auf die Boxen. 30. Dezember 2009, Mittwochnacht in Kirchhain. Seit zwölf Jahren läuten Softeis laut und leidenschaftlich den bevorstehenden Jahreswechsel ein. Eine Tradition, die nie langweilig wird, denn Softeis lassen sich jedesmal etwas Neues einfallen.

In diesem Jahr wagen die Rocker einen Ausflug ins Musical-Genre: Ronny Moucka verwandelt sich in das Phantom der Oper, stilecht mit Maske, Umhang und wagemutigen Kletterversuchen. Gastsängerin Ulla Keller, gewandet in ein pompöses Rüschenkleid, gibt die Angebetete. Ein kongeniales Duett, das vom euphorischen Spiel der restlichen Softeisrocker unterstützt wird. Mit ohrenbetäubendem Jubel honorieren die rund 1.000 Besucher den Musical-Ausflug.

Doch dies bleibt nicht die einzige Überraschung an diesem Abend. Mit vereinten Kräften schaffen die Eismänner ein seltsam anmutendes Gebilde auf die Bühne. „Das ist ein Schlagbaum“, verkündet Werner Eismann grinsend. Gemeinsam mit Schlagzeuger Michael Walter drischt er auf die an einem Ast angebrachten, unterschiedlich großen Trommeln und Becken ein. Ein Schlagzeuggewitter, das die Boxen erbeben lässt.

Ansonsten bleiben Softeis ihrer Linie treu und geben ihren Fans, wonach sie verlangen: Leidenschaftliche und echt schweißtreibende Rockmusik von Deep Purple über Queen bis Bon Jovi. Nicht nur den Musikern rinnt der Schweiß, auch die tobende, lauthals mitsingende Menge lässt die Scheiben im Bürgerhaus ordentlich beschlagen. „Das entschädigt echt für den verregneten Neujahrsmarkt“, sagt Besucher Marcel Frick - und spricht damit vielen Konzertbesuchern aus der Seele.

von Nadine Weigel

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