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"Du bist du und ich bin ich"

Familienzentrum "Du bist du und ich bin ich"

In dem Kurs "Handwerkzeug für Kinder" werden Vorschulkinder im Familienzentrum "Regenbogen" für den Schulanfang gestärkt.

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Am Kursende zeichnen die Kinder ihren Lieblingsgegenstand in den leeren Koffer.Foto: Böttcher

Neustadt. „Bei uns sieht jeder anders aus, so wird es immer sein, der eine der ist groß und dick, der andere dünn und klein. Du bist du und ich bin ich und daran ändert sich auch nichts.“ Mit diesem Lied drücken die Vorschulkinder der KiTa Regenbogen aus, dass sie gelernt haben, sich selbst wahrzunehmen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

Und genau das ist auch eines der Ziele: In dem Kurs der Evangelischen Familienbildungsstätte Marburg lernen die Kinder spielerisch, ihre Gefühle wahrzunehmen und zu benennen, genau zuzuhören und die eigene Meinung zu sagen. Die Kinder sollen auch dazu gebracht werden, Freundschaften und Kooperationen einzugehen. Sie sollen Konflikte erkennen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln, aber auch lernen, mit der eigenen Wut umzugehen.

Während der Treffen mit Lorraine Herrmann von der Familienbildungsstätte und der Erzieherin Marlies Stark von der KiTa Regenbogen haben die Kinder einige Gegenstände benutzt und in einen Koffer gelegt. Am letzten Kurstag nehmen sie diese heraus und erinnern sich. Vincenz nahm das Buch „Blöde Ziege und dumme Gans“. Er berichtet, dass die beiden immer gestritten haben und sich am Ende doch vertragen haben. In einem anderen Buch, das Katharina aus dem Koffer genommen hat, geht es um ein kleines Tier, das nicht weiß, wer es ist. „Am Ende weiß es: ,Ich bin ich‘“, erzählt das Mädchen.

Hannah hat einen Riesenfisch aus Papier aus dem Koffer genommen. Die Fische hatten die Kinder ausgeschnitten und aufgehängt. Bei dieser Übung ging es um Zusammenhalt. Es ist erstaunlich, wie viel die Kinder auch nach Wochen noch von den einzelnen Stunden und der Bedeutung der Gegenstände behalten haben, aber auch wie diszipliniert sie für ihr Alter den anderen zuhören und sich melden.

Am Ende soll jedes Kind den Gegenstand in den leeren Koffer malen, der ihm am besten gefallen hat. Als zweite Erinnerung nehmen die Kinder stolz ihre Teilnahmeurkunde in Empfang.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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