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Ostkreis Drei Grazien verschönern Kirchhain
Landkreis Ostkreis Drei Grazien verschönern Kirchhain
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13:03 19.08.2012
Rund um die Skulptur „Jede Menge Grazien“ genossen die Kirchhainer die Einweihungsfeier.Fotos: Klaus Böttcher
Kirchhain

Der Skulpturenpfad ist dank Werner Berges und der Unterstützung der Marburger Tapetenfabrik um ein Gesamtkunstwerk reicher geworden.

Drei Skulpturen aus Stahl, die über drei Meter hoch sind, bereichern jetzt den Platz an der Markttreppe Richtung Jugend- und Kulturzentrum. „Jede Menge Grazien“ nennt Berges sein Werk. Aus oberflächlich verrostetem Stahl hat er Konturen von Frauenkörpern geschaffen - wie viele Grazien eigentlich zu sehen seien, lasse sich allerdings nicht sagen.

Das dreiteilige Kunstwerk „Jede Menge Grazien“ fügt sich als elftes Werk nahtlos in den rund zwei Kilometer langen Skulpturenpfad zwischen Marktplatzbrunnen und der „Wartenden“ im Anna Park ein.

Wenn das Material der Skulpturen auch jetzt schon Rost aufweist, so besteht kein Anlass zur Sorge, denn sie bestehen aus Cortenstahl. Dieser Stahl bildet unter dem durch die Witterung entstandenen oberflächlichen Rost eine besonders dichte Sperrschicht, die vor weiterer Korrosion schützt.

Der Marktplatz und der Platz unterhalb der Markttreppe waren gefüllt mit Bürgern, die die feierliche Enthüllung erleben wollten. Für musikalische Unterhaltung sorgte eine Gruppe der Alfred-Wegener-Schule, zudem spendierte Ullrich Eitel, der geschäftsführende Gesellschafter der Marburger Tapetenfabrik, der die Skulpturen und d Musik gesponsert hatte, Freibier für alle Besucher.

Vor zahlreichen Ehrengästen hatte Bürgermeister Jochen Kirchner den Künstler Werner Berges im Bürgersaal des historischen Rathauses in Kirchhain Willkommen geheißen und ihn in das Goldene Buch der Stadt schreiben lassen. Gleichzeitig lobte er die Belegschaft der Marburger Tapetenfabrik und in Person Ullrich Eitel und seine Frau Kerstin; „Sie lassen den künstlerischen Anspruch des Betriebes der Stadt zugute kommen und lassen uns am Engagement des Betriebes teilhaben.“

Eitel selbst, der 2010 schon Luigi Colanis Skulptur „Der Tropfen“ gesponsert hatte, ging auf den Künstler Berges ein. Er bezeichnete ihn als deutsche Pop-Art-Ikone der 60er Jahre, der schon mehr als 200 nationale und internationale Ausstellungen vorweisen kann. Neben seinen Bildern und Skulpturen gehöre auch Tapetendesign zu seinem Kunstschaffen. Für die Marburger Tapetenfabrik hat er 1972 die Kollektion X-Art geschaffen, die auf der Documenta 5 in Kassel erfolgreich war. 2005 folgte die Kollektion “art borders“.

Eitel kündigte an, dass die kulturelle Förderung der Stadt Kirchhain nicht zu Ende sei. So sei er schon mit dem ebenfalls anwesenden und für die Marburger Tapetenfabrik tätigen Künstler Dieter Lange im Gespräch.

Abgerundet wurde der Empfang durch einen Vortrag von Dr. Christoph Otterbeck, dem Direktor des Museums für Kunst- und Kulturgeschichte der Marburger Universität. Er kam über 60er Jahre, als die Künstler Form und Farbe liebten, über die „Bronzezeit“ der 80er Jahre auf die Gegenwart, die Eisenzeit und somit auf Berges Werke zu sprechen. Mit den Skulpturen sei der Platz so gestaltet, dass er die Härten der heutigen Zeit widerspiegele. Er lobte dabei auch den ausgewählten Platz, bei dem die Skulpturen von oben und von unten zu sehen seien und man hindurch gehen könne.

von Klaus Böttcher

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