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Ostkreis Eine Gruppe muss ganz sicher umziehen
Landkreis Ostkreis Eine Gruppe muss ganz sicher umziehen
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07:00 25.01.2018
Der Kindergarten Hofwiesenweg ist in die Jahre gekommen. Dass er saniert werden muss, ist unumstritten. Quelle: Michael Rinde
Stadtallendorf

Eines ist bereits geschafft: Eine Toilettenanlage im Kindergarten – vorher großer Kritikpunkt vieler Eltern – ist saniert. Die Arbeiten stehen vor dem Abschluss. Doch wie geht es nun weiter? Im vergangenen Dezember stellte­ Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) auf Bitten der SPD-Fraktion eine Entscheidung über eine grundlegende Sanierung des Kindergartens Hofwiesenweg im Stadtparlament noch einmal zurück.

Bei der geplanten Sitzung am 1. Februar soll das Votum nun nachgeholt werden. Am Dienstagabend, in der Sitzung des Sozialausschusses, wurde das Thema kurzfristig noch einmal auf die Tagesordnung gehievt. Eine Entscheidung drängt jetzt, um konkreter planen und Fördermittel beantragen zu können. Denn die Sanierung dürfte eine teurere­ Angelegenheit werden. Eine erste, noch sehr grobe Kalkulation, geht von einem Betrag von 900.000 Euro aus. Doch ob dies bereits die Obergrenze ist, ist derzeit offen. Die Detailplanung einschließlich Brandschutzkonzept ist noch nicht begonnen.

Eine Gruppe soll in Kirchhainer Weg umziehen

Bei den Arbeiten soll es nicht nur um Sanierung gehen. Der Kindergarten braucht mehr Platz. Das ist, so wurde in der Ausschuss-Sitzung am Dienstag noch einmal seitens der Stadtverwaltung deutlich gemacht, auch eine Forderung des Gesundheitsamts. Es fehlt der Raum für Gruppenarbeit, der Sozialraum für das stetig gewachsene Personal ist zu klein, im Gebäude gibt es keinen Platz für Waschmaschine und Trockner. Ein Anbau ist wohl baulich im Hofwiesenweg nicht mehr möglich, allein wegen der jetzt schon komplexen Dachkonstruktion.

In ihrem bisherigen Beschlussvorschlag hatte die Verwaltung vorgesehen, eine Gruppe des Kindergartens auszulagern. Sie sollte sich künftig in der noch jungen Kinderkrippe Kirchhainer Weg wiederfinden, die nicht allzu weit entfernt vom Hofwiesenweg liegt. Das ist aber eine Lösung, mit der die SPD-Fraktion wie auch die CDU wohl nicht gut leben können. SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Hesse schlug in der Sitzung vor, die Gruppe später dem Kindergarten Süd zuzuschlagen. Eine Verlegung zur Kinderkrippe hielte er für nicht sinnvoll.

Auch Kindergarten Süd
 soll saniert werden

Kindergartenkinder sollten in Kindergärten betreut werden, so Hesse. Zu diesem Vorschlag gab es seitens der CDU keinen Widerspruch, zumal die Christdemokraten bereits signalisiert hatten, dass sie auch beim Kindergarten Süd dringenden Sanierungsbedarf sehen. Susanne Fritsch wie auch Bürgermeister Somogyi machten klar, dass die Stadt aus mehreren Gründen keine zwei Kindergärten gleichzeitig sanieren könnte. ­Allein schon aus Gründen der Kapazität.

Jetzt wird die Verwaltung bis zur Stadtparlamentssitzung einen neuen Beschlussvorschlag vorlegen. Darin wird wohl die Gruppenverlegung kein Thema mehr sein. Über sie soll später weiterdiskutiert und entschieden werden.

Ohnehin wird sich baulich frühestens Ende dieses Jahres wieder etwas im Kindergarten Hofwiesenweg tun. Sollte das Parlament nächste Woche wie erhofft entscheiden, dass überhaupt saniert werden soll, so stünden jetzt Planung, Bauantrag und Ausschreibung an. Baubeginn wäre erst, wenn es konkrete Förderzusagen gibt. Und die dürften frühestens im Herbst vorliegen. Im nächsten­ Jahr könnten dann die Bauarbeiten folgen. Im Kindergarten Süd soll es aber in jedem Falle auch noch in diesem Jahr eine Begehung geben. Ein Gesamtkonzept für eine Sanierung soll, wie im Kindergarten Hofwiesenweg, erstellt werden. 30.000 Euro stehen im Haushaltsentwurf für ­Ingenieurarbeiten.

  • Das Stadtallendorfer Stadtparlament tagt am 1. Februar bereits ab 19 Uhr im Sitzungssaal neben der Stadthalle.

von Michael Rinde

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