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Discounter „Netto“ bekommt Absage

Projekt gescheitert Discounter „Netto“ bekommt Absage

Der Bauantrag war gestellt, eigentlich schien es bis vor wenigen Wochen, als gäbe es in absehbarer Zeit wieder einen Lebensmittel-Discounter am südlichen Ende der Niederkleiner Straße. Doch das Projekt ist gescheitert.

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In der unteren Niederkleiner Straße siedelt sich kein Netto-Markt an. An die „Aldi“-Zeiten erinnert nur noch der Parkplatz-Hinweis.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Die Discounter-Kette Netto siedelt sich nicht in dem Gebäude in Stadtallendorf-Süd an, in dem sich bis zum Januar vergangenen Jahres ein Aldi-Markt befand. Für den Inhaber des Gebäudes, die Recona GmbH in Lauter, ist jetzt endgültig der Zeitpunkt gekommen, das Gebäude wieder loszuwerden. Noch in diesem Monat will es Geschäftsführer Jürgen Scheu verkaufen, wie er auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte.

Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU) und Fachbereichsleiter Klaus Hütten informierten in einem Pressegespräch über die aus Sicht der Stadt und vieler Bürger in Stadtallendorf-Süd unerfreuliche Entwicklung. Zuvor hatte Vollmer bereits den Magistrat davon unterrichtet.

Alle Hindernisse – und davon gab es in den vergangenen zwei Jahren viele – schienen beseitigt zu sein. Unter Vermittlung der Stadt hatten der Gebäudeeigentümer und der Betreiber der Spielhalle eine Übereinkunft getroffen. Auch das Stellplatzproblem, Netto bestand auf 70 Parkplätze, war gelöst. Eigentlich wollte der Spielhallenbetreiber, der für seinen Standort in der Niederkleiner Straße einen langfristigen Mietvertrag hat, in einen Neubau in der Spaltanlage umsiedeln. Doch vor wenigen Wochen zeichnete sich ab, dass sich in Sachen Spielhallen-Konzession eine grundlegende Veränderung abzeichnet. Das hessische Spielhallengesetz und der Glücksspielstaatsvertrag werden novelliert.

Recona wollte in das Gebäude in der Niederkleiner Straße nach dem Auszug der Spielhalle mehr als eine Million Euro investieren. „Doch wir haben am Ende nur richtig Geld verbrannt“, bedauert Unternehmer Scheu. Auch die Pläne, in der Niederkleiner Straße einen Norma-Lebensmittelmarkt unterzubringen, sind noch nicht weiter gediehen. Vollmer und Hütten haben mit dem Gebäudeeigentümer Kontakt, in der Hoffnung, zumindest bei diesem Projekt noch zu Ergebnissen zu kommen. Doch der Ausgang ist laut Vollmer ungewiss.

von Michael Rinde

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