Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis „Dieses Haus atmet an jeder Stelle“
Landkreis Ostkreis „Dieses Haus atmet an jeder Stelle“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:35 01.12.2009
Auf der Rückseite des Hauses in der Leide 28 ist das Fachwerk deutlich besser erhalten als an der Front. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Im ersten Stock des Hauses Leide 28 erinnert noch vieles daran, dass es bis vor etwa 10 Jahren bewohnt war. Ein altes Bettgestell steht an der Wand, allerlei Gerümpel verteilt sich in den Räumen. Aller Voraussicht nach bleibt das nicht mehr lange so. Im Juli ersteigerte Mario Repka das Haus für 4.700 Euro von Hessen Immobilien, also vom Land Hessen.

Repka lebt und arbeitet im Taunus, hat sich beruflich unter anderem darauf spezialisiert, historische Gebäude zu kaufen, zu restaurieren und dann weiterzuveräußern. Doch Mario Repka ist auch gebürtiger Stadtallendorfer, der dort nach wie vor seine familiären Wurzeln hat.

Wer mit Mario Repka durch das Gebäude geht, spürt seine Begeisterung. Für ihn „atmet dieses Haus an jeder Stelle“. Er hat für sich bereits einen Lieblingsraum gefunden. Dort sind die historischen Bodendielen noch gut zu sehen. Wer aus dem Fenster schaut, blickt gleich auf die Kirche St. Katharina. Mehr als zehn Jahre stand das Haus leer. Zwischenzeitlich hatte das Landesamt für Denkmalpflege das Gebäude gesichert, den Regenablauf erneuert, den Keller trockengelegt.

Repka ist sich sicher, dass die in der Vergangenheit immer wieder genannten hohen Sanierungskosten von zwei Millionen Euro viele davon abgehalten haben, sich mit diesem Haus zu befassen. „Diese Zahlen sind absoluter Nonsens“, betont Repka. In den vergangenen Monaten war er mit vielen Handwerkern in den Räumen. Er ist davon überzeugt, dass die Restaurierungskosten ganz erheblich unter früheren Schätzungen liegen werden, wie auch die Denkmalschutzbehörde bestätigt.

Das Dach zum Beispiel will der frühere Stadtallendorfer zunächst nicht in Angriff nehmen. Es sei vor mehr als zehn Jahren gemacht worden. Viel Geld dürfte in die Restaurierung des Fachwerks, des Kratzputzes fließen. Auch im Inneren muss einiges geschehen, damit das Haus wieder nutzbar wird.

Der Eigentümer des einstmals herrschaftlichen Gebäudes fühlt sich, bei allem was geschehen wird, einem Grundsatz verpflichtet: Alles wird so schonend wie möglich im Bestand restauriert. „Jeder, der sich ein solches Gebäude kauft, muss sich darüber klar sein, dass er keinen Neubau vor sich hat und das Haus auch dazu nicht machen kann“, erläutert er seinen Standpunkt.

von Michael Rinde

Mehr dazu lesen Sie in der Mittwochausgabe der OP.

Der 35. Kunstmarkt bot an zwei Tagen 40 Kunsthandwerkern ein Forum, um ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren.

30.11.2009

Der Vorstand des SPD-Stadtverbands in Kirchhain hat einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 7. März nominiert.

30.11.2009

Michael Schenks Gesicht ist verkrampft, sein Gang schleppend. Unter großer Mühe hinkt der Mann mit den zwei künstlichen Kniegelenken zu seiner Couch.

30.11.2009
Anzeige