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Die Zahl der Helfer wächst ständig

Dorf hat Zukunft Die Zahl der Helfer wächst ständig

Im "Seng" warten 50 Löcher darauf, gefüllt zu werden. Morgen ist es so weit: Ab 10 Uhr pflanzen die Mengsberger dort Apfel-, Birnen-, Kirsch- und verschiedene andere Obstbaumarten.

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Mitglieder des Heimat- und Verschönerungsvereins Mengsberg bereiteten die neue Streuobstwiese vor, indem sie Löcher gruben und Befestigungspfähle für die jungen Bäume einbrachten.Privatfoto

Mengsberg. Mit Hacken und Schaufeln bewaffnet hatten sich unter der Woche Mitglieder des Heimat- und Verschönerungsvereins ins Feld aufgemacht und auf einer Fläche von rund 7000 Quadratmetern 50 Pflanzlöcher gegraben. Derzeit befindet sich Ortsvorsteher Karlheinz Kurz im Lastwagen der Stadt auf dem Weg nach Kassel (oder zurück), um in einer Baumschule verschiedene Obstbaumsorten abzuholen, mit denen die Mengsberger die Löcher befüllen.

Unter der Anleitung von Dr. Norbert Clement vom Landkreis Marburg-Biedenkopf hatten Kurz und Konsorten einen Plan für eine wohlsortierte Streuobstwiese entwickelt, mit denen die Mengsberger sich unter anderem auf den Landesentscheid des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" (25. Juni, 10 Uhr) vorbereiten. "Es ist unbeschreiblich, wie sich die Bürger engagieren", freut sich Kurz über den Elan der Mengsberger, den sie in den vergangenen Monaten an den Tag legten - dabei galten die Bürger des Neustädter Stadtteils schon vor der Teilnahme am Wettbewerb als Paradebeispiel für ehrenamtliches Engagement für ihre Heimat.

Fünf Arbeitsgruppen haben sich gebildet, um unter Federführung des Arbeitskreises Mengsberg die Planungen voranzutreiben und umzusetzen. Am morgigen Samstag setzen sie die Idee der Jagdgenossen um, die der Ortsbeirat und der Heimat- und Verschönerungsverein aufgegriffen hatten.

Die Streuobstwiese habe sie gedanklich bereits in die Zukunft ihres Dorfes eingeplant: Wenn die Bäume irgendwann in den kommenden Jahren Früchte tragen, wollen sie auf der Wiese zum Beispiel ein Apfelfest veranstalten, bei dem die Mengsberger ihren eigenen Apfelsaft pressen können.

Außerdem wird die Streuobstwiese in einen Wald- und Naturlehrpfad integriert, den die Mengsberger gestalten: Dieser beginnt im Hainbuchenwäldchen im Hegeholz, wo eine Hirschkäfer-Population und sehr alte Kopf-Hainbuchen auf Bewunderer warten. Von dort führt der Rundweg zum Kinderwald, den die Waldinteressenten gestaltet hatten und erweitern: Sie wollen die "Bäume des Jahres" nachpflanzen. Dann geht der Weg über die Streuobstwiese ins Bioptop, in denen die Besucher Informationen über die Vielfalt der Lebewesen im Wasser und auf der Feuchtwiese erhalten. Am Sportgelände endet der Rundweg - Besucher können sich dort entscheiden, ob sie die Grillhütte, die Reitanlage, das Hallenbad oder den Sportplatz nach der Wanderung nutzen wollen.

von Florian Lerchbacher

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