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Ostkreis Die Rückkehr des Lego-Kreisels
Landkreis Ostkreis Die Rückkehr des Lego-Kreisels
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19:51 31.08.2016
Aus und in Richtung Frankfurter Straße und Kasseler Straße wird der Lego-Kreisel bereits benutzt. Die Anbindung an den Steinweg ist in Richtung Altstadt noch abgesperrt. Quelle: Matthias Mayer
Kirchhain

In dieser Funktion haben die an Lego-Steine erinnernden Elemente über viele Jahre auf dem provisorischen Kreisverkehrsplatz unterhalb von Amöneburg am südlichen Kirchhainer Stadteingang gedient. Für ein Provisorium steht der nun auf den wichtigen Verkehrsknoten am westlichen Stadteingang umgezogene Lego-Kreisel. Aber ihm wird eine geringe Halbwertzeit beschieden sein, denn schon in zwei Jahren soll der Ausbau des Kreisverkehrsplatzes erfolgen.

Das gemeinsame Projekt der Stadt Kirchhain soll einen neuralgischen Punkt im Kirchhainer Straßensystem entschärfen. Im morgentlichen Berufsverkehr bildete sich regelmäßig auf der Linksabbiegerspur der Kasseler Straße ein langer Rückstau. Diese soll mit dem für Ende September geplanten Abschluss der Bauarbeiten Geschichte sein.

Kaum rollen die ersten Autos um den Lego-Kreisel, der laut Hessen Mobil noch immer eine Baustelle und nicht offiziell freigeben ist, gibt es erste Kritik aus der Bevölkerung. Eine Anruferin beklagte gegenüber der OP die aus ihrer Sicht unzureichende Sicherheit für die Fußgänger an der umgestalteten Kreuzung. Sie machte dies an den fehlenden Zebrastreifen im Einmündungsbereich der zu Kreisel führenden Straßen fest. Ähnliche Befürchtungen finden sich in den sozialen Netzwerken.

Geringes Tempo macht die Kreisel sicher

Kreisverkehre gelten wegen der geringen Geschwindigkeit vor und in dem Kreisel auch für Fußgänger als sicher. Dazu kommt, dass Fußgänger gegenüber Autofahrern, die aus dem Kreisverkehr abbiegen, Vorrang haben. Den in den Kreisel fahrenden Fahrzeugen müssen sie dagegen Vorrang geben. Das ist eine Regel, die nicht alle Verkehrsteilnehmer kennen.

Für die Sicherheit der Fußgänger wird es zudem auf der Frankfurter Straße und auf dem Steinweg Querungshilfen geben. Das teilte der Kirchhainer Bauamtsleiter Volker Dornseif auf Anfrage dieser Zeitung mit. Zusätzliche Zebrastreifen werde es allerdings nicht geben. Für den Bau eines solchen Fußgänger-Überwegs werde eine durchschnittliche Verkehrsmenge pro Stunde benötigt, die es an dieser Kreuzung nicht gebe, erklärte Volker Dornseif die Rechtslage.

Sonja Lecher, Pressesprecherin von Hessen Mobil in Marburg, ergänzte, dass auch auf der Kasseler Straße der Bau einer Mittelinsel für die Fußgänger geplant sei. Diese werde allerdings nicht im Einmündungsbereich direkt am Kreisel entstehen, sondern noch hinter den Abzweigen der Pesta­lozzi-Straße und der Straße An der Wohra.

Sonja Lecher warb entschieden dafür, den Kreisel zu meiden, so lange dieser noch Baustelle sei. Zudem wies sie darauf hin, dass die Landesstraße in Richtung Rauschenberg wegen der Sanierungsarbeiten bis zum Monatsende gesperrt bleibt und die ausgeschilderten Umleitungen noch immer Bestand haben.

von Matthias Mayer