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Die Rekordleistungen der Rothemden

750 Jahre Hatzbach Die Rekordleistungen der Rothemden

Wie auf ein geheimes Zeichen hin setzt sich am Sonntag gegen 13.30 Uhr in Hatzbach eine seltsam anmutende Prozession in Bewegung.

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Gut 300 Hatzbacher zeigen schon jetzt, wie alt ihr Dorf im kommenden Jahr wird. Sie bilden auf der Wiese hinter dem Festplatz eine weinrote 750. Die Festwoche zum Dorfjubiläum findet 2012 vom 8. bis zum 13. August statt.

Quelle: Matthias Mayer

Hatzbach . Überall öffnen sich Türen der Häuser, entlassen deren Bewohner auf die Straße, die alle die gleichen weinroten Polohemden tragen. Manche balancieren voluminöse Blechkuchen auf der Schulter. Wenige Minuten zuvor ist die Wolkendecke aufgebrochen.

Ein freundliches Zeichen des Himmels. Die Sonne bescheint am letzten Julitag die Szenerie. Die Zahl der Weinroten, die alle Richtung Ortsausgang Emsdorf pilgern, geht in die Hunderte. Ein Vereinsdress? So viele Mitglieder kann kein Verein des 580-Seelen-Dorfes haben. Am Ortsausgang gerät der Zug ins Stocken. Ein Festzelt taucht auf; das Ziel des Zuges.

Dort werden die Rothemden schon sehnsüchtig von Dieter Eber erwartet. Der trägt auch ein weinrotes Hemd, auf dem ein kleines Logo verrät, worum es geht: 750 Jahre Hatzbach. Der Stadtallendorfer Stadtteil feiert zwar erst im kommenden Jahr sein großes Jubiläum, stimmt sich aber am Rande der traditionellen Burschen-Zeltkirmes schon einmal auf die vielen Veranstaltungen rund um die Festwoche vom 8. bis zum 13. August 2012 ein.

Dazu gehören die weinroten Hemden, von denen der eigens gegründete Bürgerverein schon jetzt 400 Stück verkauft hat, sowie eine lebendige „750“, die die Hatzbacher auf einer Wiese hinter dem Festgelände bilden sollen. Dieter Eber ist Vorstandsmitglied des Bürgervereins. Seine Aufgabe: Die vielen Rothemden so zu dirigieren, dass sie tatsächlich die Zahl 750 bilden.

Die nötige Vogelperspektive für das Beweisfoto liefert die Feuerwehr-Drehleiter aus der Kernstadt mit ihrer Arbeitshöhe von bis zu 30 Metern.Das Experiment klappt schon im ersten Anlauf. Der zweite Teil des Jubiläumsaufgalopps gestaltet sich schon schwieriger. Auf einer in H-Form aufgebauten Kuchentafel warten im Festzelt 75 laufende Meter Blechkuchen (750 Dezimeter) darauf, vertilgt zu werden.

Eine Herkulesaufgabe für die Rothemden, denn die von den Hatzbachern gestifteten hausgemachten Kuchen sind zweireihig aufgebaut. Da braucht es einen guten Appetit.

von Matthias Mayer

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