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Die Physiker haben sich emanzipiert

Theater Stiftsschule St. Johann Die Physiker haben sich emanzipiert

Die Theater-Arbeitsgruppe (AG) der Stiftsschule St. Johann erfreute Angehörige, Mitschüler und Lehrer mit der zweimaligen Aufführung der Tragikomödie  „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt.

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Vor dem spartanischen Bühnenbild zeigten die Nachwuchsschauspieler eine überzeugende Leistung.

Quelle: Klaus Böttcher

Amöneburg. Die Besucher der beiden Theaterabende der Stiftsschule waren begeistert von den Leistungen der Mädchen und Jungen. Lang anhaltender Beifall am Ende der Aufführung der Komödie, die wegen des ernsten Hintergrundes nicht zum Lachen animierte, war der verdiente Lohn für die jungen Laienschauspieler.

Unter der Leitung der Lehrer Petra Städer und Stefan Völker war eine Variante von Dürrenmatts „Die Physiker“ entstanden, die großen Anklang fand. Die Schüler sorgten dafür, dass die Besucher gefesselt das Stück verfolgten. Vor einer spärlichen Kulisse überzeugten die Akteure mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik, was gerade bei den Rollen der Irren nicht einfach war.

Auffallend war die Sicherheit bei den oftmals schwierigen Texten. Im Mittelpunkt der Handlung stehen drei Physikerinnen, die sich als Geisteskranke in einer Heilanstalt ausgeben. Die eine Patientin meint, sie sei Lise Meitner, eine weltberühmte Physikerin (gespielt von Tina Bornmann).

Die nächste ist in die Rolle der Physikerin Marie Curie (Marlen Faust) geschlüpft. Die Dritte ist Johanna Wilhelmine Möbius (Victoria Selle). Sie hat eine Formel entwickelt, die in den falschen Händen zur Vernichtung der gesamten Menschheit führen könnte. Sie behauptet, König Salomo erscheine ihr – Ziel ist es, sich unglaubwürdig zu machen und so dem Missbrauch ihrer revolutionären Entdeckung vorzubeugen.

von Klaus Böttcher

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