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Die Massenware gibt's woanders

Adventsmärkte Die Massenware gibt's woanders

Das dunkelgrüne Schild lädt schon seit zwei Wochen zum 6. Großseelheimer Adventsmarkt ein. Am diesem Samstag wird es wieder Tausende in den größten Kirchhainer Stadtteil ziehen.

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Horst Barthel (links) und Ortsvorsteher Helmut Hofmann wollen mit der Dorfgemeinschaft und knapp 120 Händlern den Adventsmarkt-Besuchern etwas Besonderes bieten.

Quelle: Maraike Bader

Großseelheim. „Der Markt hat sich prächtig entwickelt“, sagt Ortsvorsteher Helmut Hofmann bei der Vorstellung des Marktprogramms. Zum größten eintägigen Adventsmarkt der Region werden wieder mehr als 5 000 Besucher erwartet, wobei das Einzugsgebiet weit über die Grenzen des Landkreises hinausgeht. Die Zahl der Marktbeschicker nimmt erneut zu und steigt auf knapp 120. Der Andrang der Händler sei wieder sehr groß gewesen, mehr Händler können aber nicht aufgenommen werden, so Hofmann. Wie gewohnt wird der Markt von 14.30 Uhr bis 21 Uhr geöffnet sein.

Das Besondere am Großseelheimer Adventsmarkt ist zum einen die Vielfalt und die Individualität der Stände, zum anderen aber das Engagement der Großseelheimer selber. Der Markt sei eine Spiegelung der Ortsmitte Großseelheims, so Horst Barthel von Vinartealba im Hamersch Hob. Jeder engagiere sich, egal ob Geschäfts- oder Privatleute. Auch die Kirchengemeinde ist wieder mit an Bord. Statt der alljährlichen Krippenausstellung, zeigt sie dieses Jahr Weihnachtsbräuche von früher und heute in der Kirche.

Das besondere Merkmal des Großseelheimer Marktes sind die großen Höfe links und rechts der Marktmeile Marburger Ring. Auf diesen Höfen findet der Großteil des Marktgeschehens statt, wobei für alle Stände gilt: Massenware gibt‘s woanders. Was in Großseelheim zum Kauf und zum Genießen angeboten wird, hat eine gewisse Wertigkeit.

Ortsvorsteher Hofmann freut sich besonders über die Teilnahme zweier Familien, die neu nach Großseelheim gezoen sind. So erweitern Deukersch Hob und Lortze Hob das bunte Angebot. Auch der SV Großseelheim, der dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen feierte, wird wieder mit mehreren Ständen vertreten sein.

Ein "Mehrgenerationenfest"

Der Adventsmarkt sei ein „Mehrgenerationenfest“, sagt stolz Dr. Charlie Firsching, der den Markt initiiert hat. 2004 veranstaltete er auf dem Boßhammersch Hob einen Weihnachtsmarkt. Aus diesem Kern entstand die Idee, die Straße Marburger Ring, sowie die angrenzenden Höfe einzuschließen. Das Konzept sei nur dank der vielen Förderer und Sponsoren möglich, unterstreicht Horst Barthel.

Der Markt sei inzwischen so beliebt, dass es regelmäßig zu Parkplatzproblemen komme. Daher sei extra ein Parkleitsystem entwickelt worden, für behinderte Besucher stehe extra ortsnah eine geteerte Fläche zur Verfügung. Wer lieber das Auto stehen lässt, kann mit dem Shuttlebusverkehr der Stadt Kirchhain nach Großseelheim fahren.

Puppentheater und Tänze

Das 15-köpfige ehrenamtliche Organisationsteam, das unter dem Dach des Ortsbeirates arbeitet, baut in Sachen Kulturangebot auf die vergangenen Jahre. Ob Puppentheater im Schepetersch Hob, Live-Musik von Dylans Dream im Hamersch Hob oder Kaffee und Kuchen mit Tanzdarbietungen und Weihnachtsliedern im Bürgerhaus – es ist für jedes Alter etwas dabei. Und so bleibt mit Blick auf die vergangenen Tage nur noch eins: „Das Wetter muss gut werden“, hofft Ortsvorsteher Hofmann.

Mehr Informationen zum Adventsmarkt in Großseelheim und dem Weihnachtsmarkt in Kirchhain

von Maraike Bader

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