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Die Jugend prägt den Jahresempfang

Feier Die Jugend prägt den Jahresempfang

Fröhlich, teilweise aber auch ernst war der Jahresempfang, den der FCKK Stadtallendorf gestern für mehr als 200 geladene Gäste in der Stadthalle veranstaltete.

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Prinzessin Nina (Zweite von links) und Prinz Marc (Dritter von links) heißen gemeinsam mit ihrem Hofstaat Bernd Weitzel – ehemaliger Prinz und Vorsitzender von Eintracht Stadtallendorf – beim Jahresempfang willkommen.Fotos: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Wo FCKK drauf steht, ist natürlich auch FCKK drin: Eine Mischung aus Narretei und Ernst des Lebens war der Stadtallendorfer Jahresempfang. Auf der einen Seite fröhliche Tänze, Musik und gute Laune - auf der anderen Seite traurige Themen, an die Friedhelm Kremer, der zweite Vorsitzende des FCKK, und Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) während ihrer Rückblicke auf das vergangene Jahr erinnerten.

Flüchtlingskrise, Terrorakte und eine Gesellschaft, in der das rechte Lager immer lauter wird - düster fielen die Worte Kremers aus, als er das Jahr 2016 bilanzierte. Nichtsdestotrotz gibt der Stadtallendorfer die Hoffnung nicht auf, dass Europa und seine Menschen die schwierigen Aufgaben, die das Leben ihnen stellt, meistern werden: „Wir müssen die düsteren Schatten des vergangenen Jahres abstreifen.“ Zusammenstehen und die Gräueltaten Einzelner bloß nicht pauschalisieren - so lautete sein Appell. Und das, obwohl die Welt immer aggressiver und sich weiter verändern werde, sagte er und streifte dabei zum Beispiel den politischen Kurswechsel, der etwa in den USA ansteht.

„Die Welt ist kleiner geworden und macht auch nicht vor den Türen Stadtallendorfs Halt“, ergänzte Somogyi, erinnerte an zahlreiche Anschläge des vergangenen Jahres und stellte besonders das Attentat von Istanbul heraus, das einen Bürger seiner Stadt das Leben kostete.

Er rief aber auch die Passivstellung des Camps für Flüchtlinge in Erinnerung sowie erfreuliche Themen: die bunten Feierlichkeiten anlässlich „70 Jahre Ferrero“ oder das Einrichten von zwölf IC-Halten. „Außerdem haben sich unsere Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren klar zum Standort Stadtallendorf bekannt“, sagte er und stellte heraus: „Das war ein Zusammenspiel von allen.“

Funkenmariechen überzeugt auch mit Gesang und Gitarre

Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert (SPD) war sich im Anschluss auch gar nicht so sicher, ob er jetzt einfach eine humorvolle Rede folgen lassen könne, tat es aber dennoch - und das mit großem Erfolg. Anlässlich des Luther-Jahres hielt er es mit dem Reformator und schaute den Menschen aufs Maul und die Finger. Er erinnerte an unterhaltsame Versprecher und machte auch vor Themen nicht Halt, die in seiner eigenen Partei nicht unbedingt zu den Beliebtesten gehörten. Über den Landkreis sagte er: „Bekannt sind wir ganz ohne Schmäh, selbst Japan findet uns okay.“

Und so stand der Rest des von Christel Rohm-Naumann und Norbert Naumann moderierten Jahresempfangs dann auch im Zeichen der Unterhaltung und der guten Stimmung. Die Jugend prägte die Veranstaltung: Für die Musik sorgten neben dem ehemaligen Prinzenpaar Tanja und René Misar und den ehemaligen Prinzen Norbert (Naumann) und Edgar (Schemionek) als Trompetenduo die Nachwuchskünstler Elias Theis (mit flinken Fingern am Klavier) und Alena Weitzel. Die eigentlich als Funkenmariechen bekannte Jugendliche beeindruckte mit zwei Liedern, bei denen sie sich selbst an der Gitarre begleitete. Den Reigen komplett machte „der kleine Magier“ Ruben Feldpausch, der mit Assistentin und Mutter Susan an der Seite Zaubertricks aufführte.

Zur „Jugendoffensive“ des FCKK passt natürlich auch, dass Prinzessin Nina (Hammerschmidt) und Prinz Marc (Dewner) mit Mitte 20 auch noch unter die Kategorie „Nachwuchsnarren“ fallen - und das, obwohl ihre Lieblichkeit bereits mit drei Jahren im Verein angefangen hatte. Noch immer trainiert sie Funkenmariechen Alena Weitzel, das im von Prinz Marc finanzierten Kostüm ebenso mit einem Tanz unterhielt wie die Ollidancers aus Cölbe und die Prinzengarde des FCKK, bei der Jacqueline Sehon das Amt der Trainerin von Andrea Hammerschmidt übernommen hat.

von Florian Lerchbacher

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