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Ostkreis Die Hauptverkehrsader muss voll gesperrt werden
Landkreis Ostkreis Die Hauptverkehrsader muss voll gesperrt werden
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17:31 29.12.2013
Das obere Teilstück der Rauschenberger Bahnhofstraße wird im kommenden Jahr zwischen der Einmündung Blaue Pfütze und dem Haus Bahnhofstraße 8 zur Großbaustelle. Foto: Matthias Mayer
Rauschenberg

Betroffen ist diesmal die Hauptverkehrsader der Kernstadt. Die Stadtverordneten beschlossen während ihrer jüngsten Sitzung, die Wasserleitungen im oberen Teil der Bahnhofstraße zwischen der Einmündung Blaue Pfütze und dem Haus Nummer 8 die aus den Jahren 1900 und 1914 stammenden Wasserleitungen zu erneuern. Diese Investition kostet 135000 Euro.

Wie Bürgermeister ­Michael Emmerich (CDU) ­mitteilte, nutzt die Stadt das für 2014 geplante Bauvorhaben des ZMA, der in einem ersten Bauabschnitt auf diesem Teilstück den Kanal erneuern werde. Zudem bestehe die Gefahr, dass bei den Kanalarbeiten die alten Wasserleitungen beschädigt werden könnten. Der ZMA könne noch bis zum 30. September 2014 Fördermittel für das Vorhaben abrufen, skizzierte der Bürgermeister den ungefähren zeitlichen Rahmen. In einem zweiten Bauabschnitt solle der Kanal bis zur Einmündung der Siedlungsstraße ausgetauscht werden. Hessen Mobil, so Michael Emmerich weiter, prüfe derzeit, ob im Zuge dieser Bauarbeiten die Fahrbahndecke der Bahnhofstraße erneuert werden könne. Für die Anwohner ist eine Informationsveranstaltung geplant, die jedoch erst nach der Auftragsvergabe terminiert werden kann.

Der Bürgermeister machte klar, dass die Arbeiten nur unter Vollsperrung der Straße erledigt werden können. Eine halbseitige Sperrung mit Ampelsteuerung habe sich als nicht realisierbar erwiesen. Der Schwerverkehr werde während der Bauphase großräumig um Rauschenberg herumgeleitet. Für den Bus-, Pkw-, und Zweirad-Verkehr werde eine Umleitung über die Siedlungsstraße eingerichtet.

Die Stadtverordnete Claudia Vaupel fragte an, ob bei dieser Gelegenheit nicht gleich Leerrohre für ein Rauschenberger Nahwärmenetz im oberen Teil der Bahnhofstraße verlegt werden könnten.

Dies sei aus zweierlei Gründen nicht möglich, antwortete Emmerich. Zum einen verbiete es der relativ hohe Preis von rund 300 Euro für den laufenden Meter Nahwärmeleitung, „auf Verdacht“ solche Leitungen zu verlegen. Zum anderen falle dies nicht in die Zuständigkeit der Stadt. Es sei Aufgabe einer zu gründenden Nahwärmegenossenschaft, darüber zu entscheiden, ob und wo es ein Nahwärmenetz für die Kernstadt geben werde. Eine Verschiebung der Arbeiten bis zu einer solchen Entscheidung sei mit Blick auf die Fördermittel nicht möglich.

von Matthias Mayer

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