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Ostkreis Die Gastwirte blieben fern
Landkreis Ostkreis Die Gastwirte blieben fern
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18:35 24.05.2012
Die Gastronomie in der Kernstadt profitiert nur unzureichend von Rauschenbergs Umgebung. Die Stadtverordneten wollen das ändern. Das Foto zeigt die Wohra in Rauschenberg. Foto: Matthias Mayer
Rauschenberg

Das Gremium befasste sich am Mittwochabend im Hotel Lindenhof unter Vorsitz von Frank Riedig (Bündnis 90/ Die Grünen) mit der Situation der Rauschenberger Gastronomie und Möglichkeiten der Kommunalpolitik, die Rahmenbedingungen für das Gastgewerbe in der Stadt zu verbessern. Riedig bezeichnete die gemeinsame Initiative der Fraktionen von CDU, SPD, FBL und Grünen als einen wichtigen Beitrag für die öffentliche Daseinsfürsorge. Er glaube wegen der angespannten Haushaltslage nicht mehr an den Ausbau der Kratz‘schen Scheune zu einem Gemeinschaftshaus. Umso wichtiger sei es, dass die Gaststätten mit Versammlungsräumen in der Kernstadt erhalten blieben.

Das Problem am Mittwochabend: Diejenigen, um die es ging, waren bis auf die Betreiberinnen des Lindenhofs, die sich aber um ihre Gäste kümmern mussten, nicht erschienen. „Alle Rauschenberger Parteien nehmen das Thema sehr ernst. Ich bin enttäuscht, dass keine Gastronomen erschienen sind. Warum sitzen wir alleine hier?“, fragte Stadtverordnetenvorsteher Norbert Ruhl (FBL).

Die Stadtverordneten machten aus der Not eine Tugend und betrieben Ursachenforschung.

Ausschuss betriebUrsachenforschung

„Das große Problem ist, dass die Menschen nicht mehr mit der Regelmäßigkeit in die Gaststätten gehen, wie sie das früher getan haben“, analysierte Brigitte Klingelhöfer (SPD). Jetzt stelle sich die Frage, welche Anreize können Gastronomie und Politik schaffen, um die Bürger wieder zu häufigeren Restaurant-Besuchen zu bewegen. Frank Riedig sah dazu das Lindenhof-Team bereits auf einem gute Weg mit wechselnden Menü-Angeboten für Feiertage und mit der Verleihstation für Fahrräder mit Elektro-Antrieb.

Norbert Ruhl sprach von einem keinesfalls rauschenberg-spezifischen Problem. Das Gaststätten-Sterben gebe es überall. Die Stadt habe über ihre Mitgliedschaft in der Region Burgwald versucht, für die Gastronomie und die touristischen Angebote in der Stadt zu werben. Er erwarte eine Reaktion der Gastwirte.

Die Erste Stadträtin Ute Badenhausen-Klös (SPD) stellte fest, dass sowohl die vielfältigen Jugendangebote der Stadt als auch die Seniorenarbeit des Netzwerks „Wir alle in Rauschenberg“ außerhalb der gastronomischen Betriebe stattfänden. Sie regte an, über Kooperationsvereinbarungen einen Teil dieser Aktivitäten in die Gaststätten zu verlagern.

Zur nächsten Sitzung will der Ausschuss die Gastwirte namentlich und den Ortsbeirat einladen. Dann soll die Sacharbeit beginnen - zu einem für die Wirte günstigeren Termin.

von Matthias Mayer

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