Volltextsuche über das Angebot:

31 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Die Feuerwehr zieht nicht mehr so

Mitgliederrückgang Die Feuerwehr zieht nicht mehr so

Noch sind an die 1600 Jugendliche in den Nachwuchsabteilungen der heimischen Wehren aktiv. Zuletzt ging diese Zahl zurück. Die Sorge um den Nachwuchs wächst.

Voriger Artikel
Vögel könnten Windrädern in die Quere kommen
Nächster Artikel
AWO-Ortsverein steht vor dem Aus

Kreisjugendfeuerwehrwartin Karina Gottschalk bedauerte abnehmende Mitgliederzahlen.

Quelle: Alfons Wieber

Betziesdorf. Zu ihrer turnusgemäßen Versammlung trafen sich 121 der insgesamt 340 Delegierten aus den 142 Jugendfeuerwehren des Landkreises im Bürgerhaus Betziesdorf. Im Rechenschaftsbericht des Vorstandes der Kreisjugendfeuerwehr Marburg-Biedenkopf erinnerte Kreisjugendfeuerwehrwartin Karina Gottschalk an die Abnahme der Leistungsspange in Neustadt im vergangenen September 2011. Insgesamt 83 Jungendfeuerehrleute erreichten die höchste Jugendfeuerwehrauszeichnung - mit dabei auch Jugendliche aus den Nachbarkreisen.

An einem Aktionstag auf dem Gelände der Theodor-Heuss-Schule in Marburg hatten mehr als 200 Jungfeuerwehrleute teilgenommen. Beim Kreiswettbewerb im Juni in Lohra waren die Jungfeuerwehrleute aus Wohratal-Langendorf sehr erfolgreich. Zu den Auswahlwettbewerben für den Landesentscheid der Jugendfeuerwehren, der im August in Lorsch stattfand, hatten sich sowohl deren erste als auch die zweite Mannschaft qualifiziert.

An einem Wertungsrichterlehrgang im Juni vergangenen Jahres in Biedenkopf-Breidenstein ließen sich 14 Feuerwehrleute weiterbilden. Gottschalk berichtete auch über abnehmende Mitgliederzahlen. Waren 2010 noch 1643 Jungfeuerwehrleute in den Jugendfeuerwehren organisiert, so hatte sich diese Zahl zum Stichtag 31.12.2011 auf 1591 reduziert. Von der Gesamtzahl wechselten 142 in den aktiven Feuerwehrdienst. Aus den Jugendfeuerwehren schieden 281 Jungen und Mädchen aus. Die Gründe für diese Entscheidung waren vielschichtig. An erster Stelle wurden nach den Feststellungen von Gottschalk bei mehr als der Hälfte der Austritte mangelndes Interesse an der Feuerwehr oder auch stärkere Interessen auf anderen Gebieten ermittelt.

Aber auch die zunehmende Belastung der Kinder und Jugendlichen durch Schule und Beruf nannte Gottschalk als einen der Hauptgründe für die abnehmende Mitgliederzahl.

Bürgermeister Jochen Kirchner (Kirchhain) sah in einer verstärkten Werbung und der Aufnahme der ab Sechsjährigen in die Bambini-Feuerwehren einen Ansatz, dem Mitgliederschwund entgegenzutreten. Für Landrat Robert Fischbach stellte sich die Situation nicht so dramatisch dar. "Wir müssen uns nicht die ganz großen Sorgen machen, denn wir belegen immer noch einen Spitzenplatz in Hessen. Ich will alles in meiner Macht stehende auch zukünftig tun, dass das so bleibt."

Ähnlich sah es auch Landesjugendfeuerwehrwart Markus Botthof. "Ihr steht trotz allem gut da, aber lasst nicht nach", betonte Botthof.

Ein attraktives Programm für den Nachwuchs hält die Kreisjugendfeuerwehr jedenfalls bereit. Das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr, das vom 31. August bis zum 2. September in Lohra-Kirchvers stattfinden wird, verspricht mit einem Discoabend, einer Nachtwanderung, einem Lagerfeuer und Spielen viel Abwechslung. Anmeldungen dazu sind bis zum 30. April beim Vorstand möglich.

Für das Jahr 2014 beschlossen die Delegierten, sich anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens für die Organisation eines Aktionstags der Hessischen Jugendfeuerwehr zu bewerben.

Die Kreisjugendfeuerwehr im Internet: www.kjf-mabi.de

von Alfons Wieber

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr