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Ostkreis Die Altstadt-Sanierung ist Geschichte
Landkreis Ostkreis Die Altstadt-Sanierung ist Geschichte
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16:10 06.12.2013
Das schöne Erscheinungsbild der Altstadt ist auch ein verdienst des Sanierungsprogramms. Foto: Matthias Mayer
Langenstein

Wie Karl Damm sagte, lief das von der öffentlichen Hand geförderte Sanierungsprogramm über 30 Jahre. In dieser Zeit seien 14,5 Millionen Euro in den Erhalt historischer Bausubstanz geflossen - sowohl von Privatleuten als auch von der Stadt. Weil die Aufbesserung des Wohnumfeldes mit staatlichen Mitteln gefördert worden sei, sei die Stadt verpflichtet gewesen, im Sanierungsgebiet Ausgleichsabgaben von Grundeigentümern zu verlangen, deren Höhe, vom Sanierungsträger Wohnstadt errechnet worden sei. Von 200 Bürgern seien so insgesamt 560000 Euro erhoben worden. Nur eine Handvoll Fälle mit einem Gesamtvolumen von 10000 Euro seien vor dem Verwaltungsgericht gelandet. Mit den Entscheidungen sei im April/ Mai 2014 zu rechnen, erklärte Karl Damm.

Bürgermeister Jochen Kirchner sprach von einer extrem niedrigen Streitquote mit geringem Streitwert. Die sei ein Indiz dafür, dass das Verfahren insgesamt harmonisch abgelaufen sei.

Der Bürgermeister regte an, mit der fälligen Aufhebung der Sanierungssatzung auch die Gestaltungssatzung aufzuheben und neu zu fassen. Die Vorstellungen von Hausgestaltung hätten sich inzwischen geändert. So müsse es auch möglich sein, ein Haus beispielsweise blau zu streichen.

Mit dem Ende der Altstadt-Sanierung werden auch zwei von der Wohnstadt noch treuhänderisch verwaltete Häuser in das Eigentum der Stadt übergehen. Umsonst ist dieses „Erbe“ indes nicht, denn die Stadt muss alle Kosten tragen und die auf den Häusern lastenden Hypotheken bedienen. Nach Zins und Tilgung bleibe aber etwas übrig, erläuterte Karl Damm.

Der Ausschuss tagte unter Vorsitz von Karl-Heinz Geil (SPD) im Dorfgemeinschaftshaus Langenstein, wird aber bei seinem nächsten Sitzungstermin im Februar vermutlich in sein angestammtes Refugium im Turmzimmer des Bürgerhauses zurückkehren können. Bauamtsleiter Volker Dornseif versicherte den Stadtverordneten, dass energetische Sanierung und Modernisierung des Bürgerhauses im Februar abgeschlossen sein werde. Zuvor sei das erste Klassenziel bereits erreicht worden: das fristgerechte Abrufen der Fördergelder, die bis auf einen kleinen Restbetrag auch schon geflossen seien. Zudem sei es gelungen, die Bausumme durch weitere Einsparungen um 150000 Euro auf 1,45 Millionen Euro zu senken.

Teurer wird dagegen das neue Gemeinschafts- und Feuerwehrhaus in Sindersfeld. Der siebte Entwurf habe schließlich beim Trägerverein das Rennen gemacht, und dieser schlage mit 560000 Euro zu Buche. Zur Finanzierung stünden 300000 Euro von einem Spender und 80000 Euro von der Stadt bereit. Der Rest werde durch Eigenleistung und die Bereitschaft des Trägervereins, zunächst auf die Herrichtung des Außengeländes und neues Inventar zu verzichten, finanziert. Der Bauantrag solle im Januar gestellt werden.

von Matthias Mayer

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