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Desolate Zustände gehen bald zu Ende

Stadtallendorf Desolate Zustände gehen bald zu Ende

Die 33 Mitarbeiter der beiden Bauhöfe bekommen einen gemeinsamen Betriebshof, auf den sie mehr als ein Jahrzehnt warten.

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Dieser Gebäudeteil des Bauhofs I in der Niederrheinischen Straße ist mehrere Jahrzehnte alt.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Bei diesem Tagesordnungspunkt hatten die 37 Stadtverordneten zahlreiche besonders aufmerksame Zuhörer.

Beinahe das gesamte Team der beiden Bauhöfe saß auf den Zuschauerstühlen. Von „desolat“ (Michael Feldpausch) bis „menschenunwürdig“ (Dieter Erber) reichten die Beschreibungen von Stadtverordneten für die Arbeits- und Sozialräume auf dem jetzigen Baubetriebshof I in der Niederrheinischen Straße 15a.

Kein Redner der fünf Fraktionen des Stadtparlaments zweifelte am Donnerstagabend an der Notwendigkeit eines Neubaues. Nur über die Höhe der Baukosten von 4,9 Millionen Euro gab es eine heftige Debatte. Im Sommer ging eine erste Vorlage sogar von 6 Millionen Euro Baukosten aus. Doch dieser Betrag wurde gemeinsam mit Kommunalpolitikern, noch einmal deutlich gesenkt.

Zunächst hatten mit Klaus Ryborsch (CDU) und Wolfgang Salzer (SPD) ausdrückliche Befürworter der Vorlage das Wort. Ryborsch betonte zunächst die gelungene Kosteneinsparung. Der künftige gemeinsame Bauhof soll nunmehr abschnittsweise entstehen. „Der Bau ist etwas, das absolut notwendig ist“, betonte Ryborsch.

Salzer legte Wert auf den Hinweis, dass die ersten Anstöße für den Bauhofsbau mittlerweile mehr als zehn Jahre zurückreichen – und das das jetzige Gebäude die Richtlinien der Betriebsstätten-Verordnung nicht mehr erfüllt. Unumstritten ist: Immer wieder haben Aufsichtsbehörden Mängel in dem Wissen geduldet, dass ein Neubau in der Planung ist. 

Für seine Fraktion sei das eine schlechte Vorlage bemerkte Winand Koch (FDP) unter Hinweis auf die vom Planungsbüro verwendeten unklaren Begriffe wie „Kostenschätzung“ und hielt den Befürwortern vor: „Sie alle kennen die wirklichen Kosten doch gar nicht.“ Eine solche Eile müsse sich das Parlament nicht antun.

Der schlechte Zustand des Bauhofs sei seit 15 Jahren bekannt. Dennoch seien in guten Zeiten keine Rücklagen gebildet worden, hielt Thierau Bürgermeister Vollmer vor. Auch der Betrag von 5 Millionen Euro sei noch zu viel. Vollmer hielt dagegen. Es mache keinen Sinn, den Beschluss noch einmal weitere Monate zu verschieben. „Aus drei Monaten wird dann wieder ein Jahr“, sagte Vollmer.  

von Michael Rinde

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