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Der Schuldenberg wächst nicht mehr

Wohratal Der Schuldenberg wächst nicht mehr

Am Dienstag brachte Wohratals Bürgermeister Peter Hartmann (parteilos) seinen Haushaltsentwurf für das nächste Jahr ein.

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Wohratals Bürgermeister Peter Hartmann steht neben dem alten Einsatzleitwagen der Feuerwehr. Sein Ersatz ist eine der größeren Investitionen.

Quelle: Michael Rinde

Wohratal. Am Ende von Bürgermeister Peter Hartmanns Zahlenwerk für das nächste Haushaltsjahr steht ein Defizit von 499.000 Euro – trotz aller Sparbemühungen von Verwaltung und Gremien, trotz höherer Gemeindesteuern und trotz einer leichten Erhöhung der Schlüsselzuweisungen, die Wohratal vom Land erhält.

Aber Peter Hartmann sieht auch positive Signale, die vom Haushalt ausgehen: So ist es ihm gelungen, auf eine Netto-Neuverschuldung zu verzichten. „Unser Schuldenberg wird nicht weiter wachsen“, betont er im Gespräch mit dieser Zeitung, das am Dienstag vor der Einbringung stattfand. Dadurch bedingt dürfte sich auch die Zinslast nicht weiter vergrößern. Schon jetzt sind die Zinsen für die Kredite der Vergangenheit für den Haushalt der 2.500-Einwohner-Gemeinde eine Last. Laut Hartmann machen die Zinszahlungen  rund 30 Prozent des Fehlbedarfs aus.

Haushaltskommission auf breiter Basis
Von den höheren Landeszuweisungen hat die Gemeinde im Übrigen nichts. Wohratal bekommt zwar laut der Ankündigung aus Wiesbaden im nächsten Jahr 65.000 Euro mehr. Doch auf der anderen Seite wird der Gemeinde deutlich mehr weggenommen. Auch ohne die von Landrat Robert Fischbach (CDU) angekündigte Kreis-Umlagen-Erhöhung muss Wohratal  in jedem Falle 96.000 Euro mehr Umlage zahlen. Schuld sind geänderte Berechnungsgrundlagen beim Kommunalen Finanzausgleich. „Wir sind das letzte Glied in der Kette. An den Städten und Gemeinden und den Bürgern bleibt es hängen“, beklagt Hartmann. Bei der mathematischen Umlagenberechnung gelte Wohratal trotz Haushaltsloch und Schulden immer noch als eine „reiche Gemeinde“.

von Michael Rinde

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