Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Der Josbach ist jetzt barrierefrei

Halsdorf Der Josbach ist jetzt barrierefrei

Der zehn Kilometer lange Josbach wurde auf einer Länge von einem Kilometer renaturiert.

Voriger Artikel
In Stadtallendorf läuft der Countdown
Nächster Artikel
SPD will Straße umbenennen

Für 20.000 Euro gaben Kommunen, Behörden und Verbände dem Josbach seine Naturnähe zurück.

Quelle: Tobias Hirsch

Halsdorf. Die Strecke zwischen Halsdorf und Josbach wird täglich frequentiert: Auf der Bundesstraße 3 brausen Last- und Personenwagen von Nord nach Süd. Auf dem Feldweg, einige hundert Meter parallel zur B 3, sieht man Menschen wandern, spazieren gehen oder einfach nur ihre Hunde Gassi führen. Während über ihren Köpfen Vögel fliegen. Kurzum: Halsdorf und Josbach sind verbunden, auf dem Landweg und in der Luft. Doch für eine Art von Lebewesen ist die Strecke bisher unpassierbar gewesen. Fische, wie zum Beispiel die in den hiesigen Gewässern vorkommenden Forellen, konnten nicht von der Wohra den Josbach hinauf wandern.

„Wir sind in den letzten 30 bis 40 Jahren nicht gut mit unseren Gewässern umgegangen“, sagt Regierungspräsident Dr. Lars Witteck. Im Klartext: Flüsse und Bäche wurden in ein Bett gezwängt und grob gesagt als Abwasserkanal benutzt. Witteck beschreibt das förmlicher: „Wir haben an den Flüssen Raubbau betrieben.“

Unter der Federführung des Regierungspräsidiums wurde dem Josbach nun etwas zurückgegeben: Seine Naturnähe, selbst, wenn sie nie wirklich weg war. Diplom-Ingenieur Herbert Diehl, beim Regierungspräsidium zuständig für oberirdische Gewässer, gibt zu, dass bei dem Josbach nicht viel Arbeit notwendig gewesen sei. „Es brauchte nur ein kleines Stückchen, um das Gewässer in einen guten Zustand zu bringen“, sagt Diehl.
Das Renaturierungsprojekt an dem Josbach zog sich über eineinhalb Jahre hinweg. Insgesamt wurde ein Kilometer des mehr als zehn Kilometer langen Baches renaturiert. Dabei wurden 43 unpassierbare Hindernisse beseitigt, Totholz eingebracht, Rampen für den Fischaufstieg gebaut, die Uferböschung abgeflacht und ein Amphibientümpel angelegt.

von Tobias Hirsch

Mehr lesen Sie am Freitag in der gedruckten OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr