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Ostkreis Der Funke springt über
Landkreis Ostkreis Der Funke springt über
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18:35 26.12.2017
Mit Inbrunst trugen die Chöre um Jessica Harris zwei Stunden lang Lieder vor.Foto: Karin Waldhüter
Erksdorf

Vom hingebungsvollen „Halleluja“ über das jubilierende „Gloria“ bis hin zu coolen Gospelsongs und dem klingenden „Jingle Bells“ spannte sich in der vollbesetzten Kirche der Gesang des Kinder-, Maxi- und Jugendchores Erksdorf. Die Kinder, etwa 60 an der Zahl, rissen mit ihrem herzerfrischenden Gesang das Publikum mit, das am Ende mit einem derartig lauten Applaus und begeisterten Pfiffen dankte, wie man ihn wohl selten in einer Kirche hört.

Über 20 weihnachtliche Lieder hatten die Kinder und Jugendlichen mit ihrer Chorleiterin Jessica Harris einstudiert. Sie sangen so frisch und fröhlich, dass es einfach Freude machte, ihnen zuzuhören. Und dass Spaß am Singen auch noch ansteckend ist, zeigt sich daran, was für eine Dynamik der Chor entfaltet hat und wie sehr er gewachsen ist. Bewundernswert war, mit welcher Courage die Chormitglieder ihre Soloparts sangen.

Gospelmedley vom Nachwuchchor

Kinder-, Maxi- und Jugendchor wechselten sich ab oder sangen einige Lieder gemeinsam. Zwei Premieren gab es an diesem Abend: Erstmals hatten einige Chormitglieder ein kleines Theaterstück mit dem Thema „Der große Weihnachtswunsch“ einstudiert, und die Sänger begleitete zum ersten Mal ein Schlagzeug.

Seit 15 Jahren besteht der Kinderchor, seit 10 Jahren der Jugendchor. „Let it shine“ war das erste Lied, das Harris einst mit dem gerade einmal zehn Mitglieder zählenden Kinderchor einstudierte. Inzwischen sind viel mehr Kinder dabei. Für ein besonderes Hörerlebnis sorgten die älteren Chormitglieder mit „So this is christmas“ mit vielen schönen Solostimmen. Dabei sangen einige Mitglieder von der Empore aus, während der Rest vor dem Altar blieb. Zum stimmungsvollen Höhepunkt hielten die Nachwuchssänger noch ein Gospelmedley parat, bestehend unter anderem aus „Feliz Navidad“ und „I wanna wish you a merry christmas“.

Vor dem letzten Beitrag griff ein Chormitglied spontan zum Mikrofon und sagte: „Jessica steckt so viel Herz in den Chor hinein und hat zu allen einen guten Draht. Ohne Jessica würden wir das nicht schaffen!“ Eine Aussage, die das Publikum mit einem weiteren ohrenbetäubenden Applaus bestätigte - um danach, in aller Ruhe, mit „Oh du stille Zeit“ in die Weihnachtszeit zu gleiten.

von Karin Waldhüter