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Ostkreis Der Entwicklungsprozess rollt an
Landkreis Ostkreis Der Entwicklungsprozess rollt an
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21:30 26.09.2011
Die Mitglieder der Gruppe „Natur als Erholungsraum“ hatten einiges zu diskutieren. Quelle: Privatfoto

Neustadt. Auf dem integrierten ländlichen Entwicklungskonzept mit räumlichem und thematischem Schwerpunkt (Silek) ruhen in Neustadt große Hoffnungen. Im Mittelpunkt der ersten Treffen der Lenkungsgruppen und Arbeitskreise standen Bestandsaufnahmen zu verschiedenen Themen. Aus dem Vorhandenen gelte es dann, Ziele für die Entwicklung auszuarbeiten und im Lauf der Jahre zu konkretisieren, betont Bürgermeister Thomas Groll. Der Abschlussbericht solle im Februar 2012 stehen. Es sei dann an den Kommunalpolitikern, die Projektideen auszuwerten und einige „auch in Zeiten knapper öffentlicher Mittel “ umzusetzen.

Die Lenkungsgruppe Agrarstruktur unterteilt sich beispielsweise in die Arbeitsgruppen „Agrarstruktur“, „erneuerbare Energien“ und „Natur als Erholungsraum“. Zehn Landwirte aus Neustadt und Mengsberg begleiteten die erste Sitzung der Lenkungsgruppe. Harald Wedel und Beatrix Ollig vom Büro Grontmij, das Silek moderiert, äußerten aber die Hoffnung, dass sich auch Landwirte aus Momberg und Speckswinkel beteiligen.

Zunächst ging es jedoch um die Bestandsanalyse: Laut Agrarstatisik 2007 gibt es in Neustadt 73 größtenteils nebenerwerblich tätige landwirtschaftliche Betriebe, die 2.500 Hektar (1.600 Hektar Ackerland, 920 Hektar Grünland) bewirtschaften. 63 Betriebe haben noch Vieh und halten mehr als 1.800 Rinder (davon 180 Milchkühe) und 2.500 Schweine. Aktuelle Zahlen gibt es erst wieder im Jahr 2012.

Aus der Stärken- und Schwächenanalyse resultierte das Ziel, die landwirtschaftlichen Betriebe und deren Wirtschaftsbedingungen sowie ihre Entwicklungsmöglichkeiten zu stärken. Als allgemeinen Wunsch formulierte die Gruppe die Modernisierung des Wegenetzes und eine Verbesserung der Flächenstruktur mithilfe der Flurneuordnung.

„Natur als Erholungsraum“ ist die zweite Gruppe, die bereits getagt hat. Aus ihrer Stärken- und Schwächenanalyse ging hervor, dass die Landschaft rund um Neustadt vielfältige Möglichkeiten für Wanderer und Radfahrer biete: Die Tour GmbH plant ein innerörtliches Radwegenetz, die Wanderfreunde Neustadt zeichneten einen 21 Kilometer langen Rundweg für Radfahrer und Wanderer aus, und der Deutschlandradweg D4 soll in den kommenden Monate entstehen. Als Kritikpunkt kam auf, dass es bei den Übernachtungsmöglichkeiten und beim Gastronomieangebot Defizite gebe.

von Florian Lerchbacher

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