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Der Effekt tritt in Jahrzehnten ein

Erksdorf Der Effekt tritt in Jahrzehnten ein

Rund 40.000 junge Eichen und Buchen stehen rund um den Erksdorfer Tiefbrunnen – zum einen erfüllt die Stadt Stadtallendorf so eine Pflicht, zum anderen hofft sie auf einen Effekt.

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Uwe Volz (von rechts), Andreas Sommer, Bürgermeister Manfred Vollmer, Giselher Pontow, Susanne Fischer und Alexander Wolf verschafften sich am Tiefbrunnen einen Überblick über die neu bepflanzten Flächen.

Quelle: Florian Lerchbacher

Erksdorf. Auf rund 38.000 Quadratmetern hat die Stadt Stadtallendorf bei Erksdorf Eichen und Buchen pflanzen lassen. Zum einen stellen die jungen Bäume eine Ersatzaufforstung dar, zu der die Stadt verpflichtet war, nachdem sie für den Bau der Ferrero-Umgehung einen Teil Wald hatte roden müssen.

Zum anderen geht sie mit dem Projekt ein Problem an, das eigentlich gar keines ist: Der Erksdorfer Tiefbrunnen habe eine weitaus höhere Nitratbelastung als andere Brunnen in den Stadtteilen, berichtet Giselher Pontow, der Leiter der Stadtwerke, nur um direkt zu betonen, dass die Belastung mit 28 Milligramm weit unter dem Grenzwert von 50 Milligramm liege.

Dennoch sei eine Verbesserung des Wertes seit vielen Jahren ein Anliegen der Stadt. Vor sieben Jahren hatte sie bereits 120.000 Euro in die Sanierung des Tiefbrunnens gesteckt – der erwartete Effekt blieb jedoch aus.

Und auch diesmal heißt es warten: Susanne Fischer, Beraterin des Wasser- und Bodenverbandes Marburger Land, der sich seit vielen Jahren mit den Landwirten um eine Verbesserung der Trinkwasserqualität bemüht, erwartet, dass es Jahrzehnte dauert, bis sich die Nitratwerte verbessern: „Der Brunnen ist 70 Meter tief. Das dauert seine Zeit, bis wir dort unten angekommen sind.“

Im vergangenen Herbst waren die Flächen aus der landwirtschaftlichen Nutzung genommen und mit Wildgras bepflanzt worden. Dieses sollte die Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen, wurde anschließend abgemäht und in der Biogasanlage verarbeitet – so konnten die Nährstoffe nicht zurück in den Boden gelangen. Auf Waldboden sei der Nitrataustrag weitaus geringer als auf landwirtschaftlich bearbeiteten Flächen, betont Uwe Volz, der Umweltschutzbeauftragte der Stadt.

von Florian Lerchbacher

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