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Der Bahnhof geht in private Hände

Großprojekt Der Bahnhof geht in private Hände

Es geht los: Vor dem Kirchhainer Bahnhof graben sich die Bagger ins Erdreich. Zwischen dem Haus „Am Bahnhof 18“ und dem Landwarenhandel werden die Kanalrohre erneuert.

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In der Straße „Am Bahnhof“ wird bis Anfang Juli der Kanal erneuert. In Richtung Minikreisel bleibt die Straße befahrbar. In der Gegenrichtung wird der Verkehr über Ziegelgartenstraße, Hindenburgstraße und Eisenbahnbrücke umgeleitet. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Die Tiefbauarbeiten sind Voraussetzung für die Verwirklichung des größten Projekts zur Kirchhainer Innenstadt-Entwicklung: der Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes. Den Zeitplan dafür stellte die Stadt gestern im Rathaus vor. Die wichtigste Botschaft ließ Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) fast nebenbei fallen: Kirchhain hat einen Käufer für das stadteigene Em-pfangsgebäude. Eine Beschlussvorlage für den Verkauf des seit Jahrzehnten mit Ausnahme eines Kiosks brach liegenden Gebäudes soll der Stadtverordnetenversammlung noch vor der Sommerpause vorliegen, kündigte Kirchner an.

Welcher Investor den Zuschlag erhalten soll, wollte der Bürgermeister gestern noch nicht verraten. Kirchner versicherte jedoch, dass der Investor vertraglich verpflichtet werde, das Gebäude zeitnah zu sanieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. Für die Stadt ist die erfolgreiche Investorensuche ein großer Erfolg, denn mit dem Verkauf wird sich eine von zwei Unbekannten der Projektgleichung in Wohlgefallen auflösen. „Ich bin sehr froh, dass das Projekt jetzt konkret wird“, sagte der Kämmerer der Stadt, die selbst die Sanierung des Gebäudes nicht hätte stemmen können.

Die zweite Unbekannte bleibt der Stadt vorerst noch erhalten. Für den Bau des geplanten Marktgebäudes am Bahnhof habe es zwar Anfragen von Investoren gegeben, doch deckten sich deren Nutzungskonzepte nicht mit den Zielvorgaben des Kirchhainer Einzelhandelsgutachten, erklärte Kirchner, der kein Problem damit hätte, wenn der Platz für das Marktgebäude vorerst eine ebene Freifläche bleibe.

Bauamtsleiter Volker Dornseif erläuterte die nächsten Bauabschnitte des 1,21 Millionen Euro teuren Projekts. Der Straßenbau „Am Bahnhof“ bis zu den Einmündungen Römerstraße, Brückenstraße und Feldweg inklusive des Minikreisels soll Mitte/ Ende Juli bis September erfolgen. Wie der für Sicherheit und Ordnung zuständige Fachbereichsleiter Gordon Schneider erklärte, muss in dieser Zeit das letzte Teilstück des Feldwegs Richtung Bahnhof gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt über Biegenstraße, Niederrheinische Straße und Römerstraße. „Während der Bauarbeiten am Minikreisel kommen wir wohl um eine Vollsperrung nicht herum“, sagte Schneider. Diese Arbeiten sollen jedoch in den verkehrsarmen Sommerferien erledigt werden.

Der zweite Bauabschnitt, der südliche Teil der Freiflächengestaltung Richtung Fußgängerzone, folgt zwischen September und November, wobei der Bauplan vorsieht, dass weder der Stadtlauf am 8. September noch der Neujahrsmarkt beeinträchtigt werden. Der dritte Bauabschnitt, die Freiflächengestaltung auf der Bahnhofsseite, folgt im Frühjahr 2013.

von Matthias Mayer

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