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Ostkreis Der „Asphaltsee“ soll verschwinden
Landkreis Ostkreis Der „Asphaltsee“ soll verschwinden
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20:00 13.12.2011
Auf engstem Raum  münden (hinten von rechts) die Römerstraße, die Brückenstraße und der Feldweg in den Bahnhofsvorplatz ein. Ein Minikreisel, der nahe an die Kreuzung heranrückt, soll die Verkehrssituation übersichtlicher und sicherer machen. Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Das kündigte Bürgermeister Jochen Kirchner am Montagabend während einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Wirtschaft und Verkehr sowie für Bau, Planung, Stadtsanierung und Dorferneuerung an. Der Bedeutung des Projekts angemessen, nahmen sich die Ausschussmitglieder zwei Stunden Zeit, um das Vorhaben zu erörtern.

Die Diplom-Ingenieurin und Städtebauarchitektin Elisabeth Schade vom Lindener Planungsbüro Fischer brachte die Parlamentarier zunächst auf den aktuellen Stand der vom jetzigen Busbahnhof bis zum Raiffeisengelände geltenden Rahmenplanung, dessen 1. Fortschreibung vom 15. November stammt.

Danach soll der „Asphaltsee“, so Schade über die extrem breite und unübersichtliche Verkehrsfläche vor dem Bahnhof, verschwinden. Die Planung sehe als Ersatz für den Ringverkehr einen überfahrbaren Minikreisel  mit einem Durchmesser von 21 Metern vor, der möglichst dicht an die Einmündung  der nebeneinanderliegenden Straßen Römerstraße, Brückenstraße und Feldweg platziert werden solle. Der Kreisverkehr  schaffe die Option, die Brückenstraße weiter offen zu halten  den Fortbestand aller derzeitigen Verkehrsbeziehungen zu gewährleisten. Durch Pflasterungen in unterschiedlichen Farben und die Verengung der breiten Straße Am Bahnhof solle das denkmalgeschützte Empfangsgebäude optisch dichter an die Fußgängerzone herangerückt werden, erklärte Schade.

Für das derzeit nur minimal genutzte dreigeschossige Bahnhofsgebäude schlagen die Planer zum bestehenden Kiosk die Unterbringung von kleinteiligem Einzelhandel und Gastronomie im Erdgeschoss sowie die  Ansiedlung von Büroräumen  für Dienstleister in den Obergeschossen vor. Die ehemalige Bahnhofsgaststätte und die Fläche davor sehen die Planer für eine gastronomische Nutzung vor. Rechts neben dem markanten Gebäude soll ein Platz mit barrierefreiem Zugang zu den Gleisen entstehen, der Richtung Brücke durch ein neu zu bauendes Gebäude für kleinteiligen Einzelhandel und Dienstleister begrenzt wird.  Der soll nicht zuletzt den 700 Schülern, die täglich den Bahnhof nutzen, als Verweilraum dienen.

von Matthias Mayer

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