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Ostkreis Dem Feuerwehrgerätehaus fehlt Boden unter den Füßen
Landkreis Ostkreis Dem Feuerwehrgerätehaus fehlt Boden unter den Füßen
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17:06 04.05.2017
Roßdorf

Eigentlich hätten Amöneburgs Stadtverordnete am Montag in ihrer Sitzung ab 19.30 Uhr im Treffpunkt Rüdigheim Mehrkosten in Höhe von 40000 Euro für den Ausbau des Feuerwehrhaus Roßdorf genehmigen sollen. Doch die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses traten auf die Bremse: Sie wollen nicht, dass sich die Geschichte des Treffpunktes Rüdigheim wiederholt und sie Schritt für Schritt mehr Geld freigeben müssen.

Stattdessen legten sie fest, gemeinsam mit den Mitgliedern des Bauausschusses das Thema zu beraten - denn auch die hatten nicht einfach die Magistratsvorlage abgesegnet, sondern sogar noch eine Art Grundsatzdiskussion vom Zaun gebrochen. Dabei sprachen sie von einer Art Zentralisierung des Standortes beziehungsweise der Zusammenlegung von verschiedenen Amöneburger Feuerwehren. Davon sahen die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses zwar ab, allerdings brachten sie einen Neubau im Gewerbegebiet Roßdorfs ins Gespräch. 500000 Euro (plus Gelände und Ausstattung) würde dieser kosten, schätzte Bürgermeister Michael Plettenberg, der sich gegen diesen Ansatz aussprach. „Aber dann hätten wir 40 oder 50 Jahre Ruhe“, entgegnete Jan-Gernot Wichert, der Vorsitzende der CDU-Fraktion. „Vielleicht würde sich das dann doch rechnen“, sprang ihm Karl Jennemann (FVW) bei.

Problem ist nämlich der Boden unter dem Feuerwehrhaus. „Der Baugrund ist extrem schlecht. Erst ab einer Tiefe von 17 Metern gibt es festen Baugrund“, berichtete Plettenberg. Entsprechend sei eine Neuplanung des Projektes notwendig. Eine Gründung mit Streifenfundamenten für die Lastabtragung sei nicht geeignet, nun gibt es Überlegungen rund um unterschiedliche Pfahlvarianten, die in den Boden eingelassen werden könnten.

Die Kostenschätzungen liegen bei 20000 bis 30000 Euro. Aber auch ohne diese sei der Haushaltsansatz zu niedrig gewesen, weil Bau- und Nebenkosten in den Berechnungen gefehlt hätten, erläuterte Plettenberg und betonte, dass nicht das Gleiche wie beim Treffpunkt Rüdigheim passieren solle. „Es kommen mehr Kosten auf uns zu. Gut, dass wir noch nicht angefangen haben zu bauen“, freute sich der Rathauschef, der auf Freigabe von 40000 Euro für diese Mehrkosten hoffte.

Doch diesen Wunsch erfüllten ihm die Ausschussmitglieder nicht. „Zehn Prozent Mehrkosten sollten das Projekt nicht kippen“, hatte Plettenberg noch herausgestellt - doch die Mitglieder der Ausschüsse wollen sich lieber vor Ort ein Bild machen und sich für ihre Entscheidung Zeit nehmen. Schließlich ist auch ein Neubau nicht auszuschließen. „Eine fundierte Kostenschätzung vor Baubeginn wäre gut“, sagte Winfried Kaul (SPD), betonte aber gleichzeitig, keine Grundsatzdiskussion führen zu wollen. „Zusammenlegung tötet Ehrenamt“ warf der ehemalige Ausschussvorsitzende Rudolf Rhiel ein, der es sich nicht hatte nehmen lassen, sein ehemaliges Gremium während der Sitzung in den Sternstuben zu verfolgen.

Ende Mai soll der Bauausschuss sich der Thematik gemeinsam mit dem Stadtbrandinspektor annehmen. Dann wollen auch die Mitglieder des Finanzausschusses dazukommen - die von einem Neubau eher angetan waren als der Bürgermeister. Nur Pessimisten würden nicht an den Erfolg ihres Projektes glauben, erklärte er und betonte: „Wegen so eines Anlasses sollten wir die ehrenamtlichen Helfer von der Feuerwehr nicht vor den Kopf stoßen“, resümierte er und berichtete, dass die Stadt für das bisherige Feuerwehrgelände maximal 60000 Euro bekommen würde. Doch das Stadtoberhaupt hätte ohnehin lieber keinen Neubau.

von Florian Lerchbacher

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