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Das sind ja gleich drei Feste auf einmal!

Erfurtshausen Das sind ja gleich drei Feste auf einmal!

Erfurtshausen wird zum Feiermittelpunkt des Landkreises: Nach der Einweihung des Bürgerhauses gibt es an diesem Wochenende gleich drei Gründe zu feiern.

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Das historische Bild zeigt Mitglieder der Trachtengruppe bei einem Hochzeitszug (vor 7 Jahren).

Quelle: Privatfoto

Erfurtshausen. Wer am Wochenende Erfurtshausen besucht, sollte sich nicht über Trachtenträger oder Menschen wundern, die französisch, italienisch oder deutsch mit österreichischem Akzent sprechen.

In dem Amöneburger Stadtteil richten die Stadt und die Volkstanz- und Trachtengruppe Erfurtshausen schließlich das Ringpartnerschaftstreffen mit den Partnergemeinden Chateau-Garnier (Frankreich), Tragwein (Österreich) und Tuoro sul Trasimeno (Italien) aus. Noch dazu feiert die Trachtengruppe ihr 40-jähriges Bestehen und veranstaltet gemeinsam mit dem Sportverein die Kirmes.

Seit 15 Jahren besteht zwischen den vier Gemeinden die Ringpartnerschaft – eine von nur zehn mit deutscher Beteiligung in Europa. Das Motto des Treffens lautet „Ehrenamtliches Engagement für ein aktives Altern in Europa“. Dafür unterstützt die EU das Treffen mit Fördergeldern.

Das Thema passt jedoch auch in die Zeit, schließlich wird in der kommenden Woche das Dorfentwicklungskonzept für Erfurtshausen vorgestellt, das auch Fragen des demografischen Wandels aufgreift. „Man wird zu der Feststellung kommen, dass man im Einzelfall wunderbar voneinander lernen kann“, freut sich Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg auf Anregungen aus den Nachbarländern.

Der offizielle Festakt des Treffens findet am Sonntag ab 13.30 Uhr im Festzelt statt. Nach diversen Grußworten geht die Feier um 15 Uhr in einen Folklorenachmittag anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Volkstanzgruppe über. Diese hatte sich im Frühjahr 1971 auf Anregung des Ehepaares Leni und Alex Fischer gegründet, um Volkstänze einzuüben. Seitdem haben sich die Erfurtshäuser in ihrer katholischen Tracht mit zahlreichen Auftritten bei Hessentagen einen Namen gemacht.

Die erste internationale Begegnung gab es noch im Gründungsjahr in Montpellier. Endgültig überregionale Bekanntheit erreichte die Gruppe, als Ulrike Rhiel und Frank Fischer in ihrer für das Marburger Land typischen Tracht als Motiv für die Plakate des Hessentages 1972 in Marburg ausgewählt wurden.

1974 stand die Gründung einer Kindergruppe an, die derzeit aber nicht aktiv ist – nicht zuletzt, weil der Übungsraum bedingt durch den Bürgerhausumbau fehlte, wie Volker Seumer betont. Ansonsten hat die Volkstanzgruppe 59 Mitglieder. Zehn Paare treten als Tänzer auf, vornehmlich bei anderen Trachtengruppen in Hessen oder bei Dorffesten und auf Hessentagen.

von Florian Lerchbacher

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